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Geräte-Vorstellungen

40&10

40&10

Gerätetyp: Triomint

Triomint 40&10 (NSM-Löwen, 1996)

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Der triomint 40&10 ist nur in geringer Stückzahl gebaut worden. Für diese Gerätevorstellung stand mir neben einem Foto lediglich eine Erinnerung zur Verfügung. Ich hatte das Gerät vor vielen Jahren einmal bespielt, und dann nie wieder gesehen.

Zwei Features machen das Gerät zu etwas Besonderem: Das No-Lose Risiko und die variable Anzahl Läufe pro Spiel.

 

No-Lose Risiko

Zwei Leuchtdisplays verkünden „No-Lose Risiko“ ab 5 bzw. ab 6 Sonderspiele. Aus dem Foto lässt sich nicht erkennen, wann dieses Feature ausgelöst wird und wie sich der Ablauf darstellt. Unwahrscheinlich ist, dass es bei Erreichen von 5 oder 6 in den Risikoleitern eintritt.

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Wahrscheinlicher dürfte sein, dass es im Anschluss an eine Siebener-Kombination Ausspielung aktiviert ird. Auch nicht bekannt ist, wie sich das Feature auswirkt. Möglicherweise wird das erreichte Feld mindestens gewonnen, auch wenn das Risiko misslingt. Ähnlich dem Super30 / Super40 Feature von Bally Wulff Geräten oder den Sonnengewinn beim Alsuna.

Anzahl Läufe

Durch Druck der roten Taste oberhalb der Walzen konnten die Anzahl Läufe pro Spiel gewählt werden. Ein Spiel dauerte trotzdem 15 Sekunden und kostete 40Pf, es wurden 1, 2 oder 4 Walzenläufe (Takte genannt) in dieser Zeit durchgeführt.

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Das System ist vergleichbar dem Bally Wulff Rasant und von den NSM-Löwen Entwicklern offensichtlich als Vorbild genommen worden.

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Die Gemeinsamkeit zum Rasant endete damit. Der Rasant gewährte für die gleichen Gewinnkombinationen unterschiedlich hohe Gewinne. Der 40&10 dagegen veränderte die Anzahl Ablesefenster der Walzen:

  • 1 Lauf: 5 Fenster (Klassisches Ablesebild)
  • 2 Läufe: 4 Fenster (eins der rechten beiden Ablesefenster wurde durch eine Klappe verschlossen)
  • 4 Läufe: 3 Fenster (eins der linken beiden und eins der rechten beiden Ablesefenster wurde verschlossen)

Die Mechanik ist auf dem Foto nicht zu erkennen. Wie es technisch realisiert wurde, kann ich leider nicht beschreiben.

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Das Verfahren führte natürlich dazu, dass der Hauptgewinn für 5x7 bzw. 4x7+Joker (siehe Abschnitt Hauptgewinne) nur mit 1 Lauf/Spiel erreicht werden konnte.

Zusätzlich wurden Kleingewinnausspielungen für Joker und Sieben auf der mittleren Walze nur im höchsten Einsatz gegeben.

 
 

Das Sammeln von Kartensymbolen in kleinen Jackpots (oberhalb „Nichts“ führten zu kleinen Geldausspielungen

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Hauptgewinne

5x7 bzw. 4x7+Joker lösten einen von zwei Jackpots aus, die in besonders großen Ziffern dargestellt wurden. Diese füllten sich durch Siebener-Kombinationen auf. Staffel: 20, 40, 100 Sonderspiele, 100Supersonderspiele +49 bei Gewinn im nächsten Spiel. Man kann davon ausgehen, dass die Jackpots effektheischend meist auf den Maximum standen.

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Fazit:

Die Löwen-Entwickler entwickelten beim 40&10 besonderen Mut. Vielleicht war NSM-Löwen durch die Innovationsattacke Bally Wulffs 1995 überrascht (Monopoly, Rasant, Würfel) und wollte nachlegen. Die Attraktivität des Gerätes dürfte jedoch deutlich darunter gelitten haben, dass bei 2 oder 4 Läufen pro Spiel die Anzahl Kleingewinne reduziert war und die Hauptgewinne nicht erreichbar waren. Der höchstmögliche Gewinn waren 3er oder 4er Siebenen Kombinationen, die zu Ausspielungen führten, bei denen alle höheren Felder nur im Promillebereich ausgelost wurden.

Spielte man dagegen mit vollem Einsatz, war durch den auf 4 Läufe pro Spiel orientierten kurzen Walzenlauf die Wartezeit bis zum Beginn des nächsten Spiels besonders lang.

Zudem litten alle Geräte der mittleren 90er Jahre unter der Beschränkung auf 150 Sonderspiele pro Serie und der besonders tiefen Auszahlquote der frühen 40Pf-Geräte. So konnte sich der 40&10 trotz einiger frischer Ideen nicht am Markt behaupten.

 

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Diskussionsthread und hier

Esteka

 


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