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Interessante Erkenntnisse aus Bauartzulassungsnummern

Re: Interessante Erkenntnisse aus Bauartzulassungsnummern

Beitragvon hab_noch_dm » 26.10.2017, 23:11

Kühlschränke gehören zu der Gruppe der Waren- bzw. Unterhaltungsautomaten.

Sie sind in der Regel im Privatbetrieb immer auf "Freiverkauf" eingestellt, deswegen gibt es die Geräte in einer Version mit und ohne Geldverarbeitung.
muenze wird eine Grundversion ohne Ebendiese in der Aufstellung haben, da die Bewirtung bei ihm normalerweise kostenfrei ist.
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Re: Interessante Erkenntnisse aus Bauartzulassungsnummern

Beitragvon muenzspielfreund » 28.10.2017, 17:56

Erkenntnis Nummer 3:

Das war die Sunny-Familie...

Wer vor zwanzig bis dreißig regelmäßig an Spielautomaten verweilte, wird zwangsläufig auch den einen oder anderen Sunny dabei gesehen und bespielt haben. Dabei gab es neun verschiedene Modelle. Alle entwickelt in Limburg an der Lahn. Die ersten zwei stammten aus den 1980erjahren und waren noch von Electron Games Reichert. Wenige Jahre, nachdem die letzten Sunnys von Reichert abgelaufen waren, stellte sich langsam aber sicher heraus, dass es ein derart erfolgreiches Spielsystem verdiente, weiterentwickelt zu werden. Marktforschungen werden mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ergeben haben, dass der Bedarf und die Nachfrage nach Geräten mit Doppel-Ausspielschaukeln nach wie vor Bestand hatte. Folgerichtig gab es von der Mega Spielgeräte GmbH bis ins Jahr 2001 hinein sieben Nachfolgemodelle. Das letzte Modell wurde somit sogar schon mit der Optik in der Währung Euro ausgeliefert. Anhand unserer BAZN-Liste können wir jetzt einmal festhalten, welche Sunnys wann und ich welcher Reihenfolge erschienen sind und welche Unterschiede sie in Technik, Ausstattung und Spielsystem mit sich brachten.

In der Liste fehlen uns zwar noch ein paar wenige Angaben, die sich aber sicherlich noch ermitteln und dann nachtragen lassen. Für eine erste Übersicht reichen die bislang gewonnenen Informationen aber in jedem Fall aus.

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Re: Interessante Erkenntnisse aus Bauartzulassungsnummern

Beitragvon muenzspielfreund » 29.10.2017, 12:54

Erkenntnis Nummer 4:

Die ersten adp-Geräte im Softline- und Panoramagehäuse

Nachdem im Jahr 1979 die bei den Spielgästen äußerst beliebte erste Generation der Merkur-Gehäuse - die sogenannten "Kartoffelkisten" - durch das ebenfalls sehr erfolgreiche Kassenklappengehäuse ersetzt wurde, gab es erst 1988, also neun Jahre später, die dritte Gehäusegeneration bei adp. Es kam das neue Softlinegehäuse. Anfangs wurde damit noch ein wenig experimentiert. So hatten die Rahmen der ersten Modelle teilweise Bögen oben (Merkur Astro, Nova Step, Nova Happy 5). Mit "runden Ecken" wurden bereits beim Merkur Roulette einmal eingesetzt, welcher noch im herkömmlichen, eckigen Kassenklappengehäuse kam und zudem oben - wegen des Roulette-Kessels) auch eine spezielle Rahmenform hatte (halbrund in der Mitte).

Das allererste Gerät im Softlinegehäuse war der Merkur Astro. Allerdings mit gebogenem Rahmen oben. Als erstes Gerät im Standard-Softlinegehäuse kam dann der Venus Super Multi II von Stella (ebenfalls 1988). Mit der Einführung des neuen Gehäuses gab es auch eine neue Münzverarbeitungsanlage und einen anderen Sockel für die Geräte, welcher fortan so wie noch heute bei den Wandgeräten aus adp-Produktion aus Kunststoff gefertigt war. Dadurch veränderte sich auch die Charakteristik der Geräusche, wenn bei Auszahlungen Münzen die die Auszahlwanne fielen.

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Wenngleich das Softlinegehäuse sehr erfolgreich war, wollte man anfangs nicht gleich vollständig auf das gute, altbewährte Kassenklappengehäuse verzichten. Es war sowohl bei den Aufstellern als auch bei den Spielgästen sehr beliebt. So erschienen bis ins Jahr 1990 herein noch Geräte im alten Gehäuse, die allerdings schon mit der neuen Münzverarbeitungsanlage ausgerüstet waren. Das letzte Gerät im alten Gehäuse dürfte der Multi Excellent von Stella gewesen sein.


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1991 gab es sogar einen "Zwitter": Der Merkur Club wurde zwar im Softlinegehäuse mit dem neuen Sockel und demnach ohne Kassenklappe gebaut, hatte aber noch den alten, eckigen Rahmen. Entsprechend ist das Gehäuse dieses Gerätes mit keinem anderen kompatibel. Es ist ziemlich sicher davon auszugehen, dass hier die letzten Bestände von alten Rahmen Verwendung gefunden haben. Interessant in diesem Zusammenhang ist auch, dass der Merkur Club somit das einzige Gerät war, das einen eckigen Frontrahmen mit Schloss im rechten Rahmenteil hatte.


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Ebenfalls im Jahr 1991 wurde dann auch noch eine zweite Variante vom neuen Gehäuse eingeführt: Das Panoramagehäuse. Hier waren die Ecken nicht mehr rund. Anstelle dessen gab es nun an jeder Ecke "zwei Ecken" im jeweils 45°-Winkel. Daruch wurden Frontscheibe, Frontrahmen und Gehäusekasten im Grunde genommen achteckig. Im Panoramagehäuse wirkten die Geräte bei gleichen Abmessungen etwas größer, da der Rahmen um die Scheibe herum kleiner als 1 cm ist. Tatsächlich waren die Gesamtflächen der Frontscheiben dadurch auch etwas größer und gaben somit mehr Raum für Gestaltungsmöglichkeiten.


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Neue Modelle wurden aber immer nur entweder im Panoramagehäuse oder im Softlinegehäuse produziert. Das einzige Gerät, dass tatsächlich in beiden Gehäusen produziert und angeboten wurde, war der Money Action aus dem Jahr 1998. Es ist davon auszugehen, dass dieses auch hier darin begründet lag, dass Reste aufgebraucht werden sollten, weil die neue Generation Profitech 3000 EU in den Startlöchern stand, die auch eine Überarbeitung des Gehäuses mit sich brachte.


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Eine besondere Variante, welche in etwa einer Mischung aus Panaroma- und Softlinegehäuse entsprach und einen dickeren, "geriffelten" Rahmen hatte, war der Multi-Multi Deluxe (BAZN 539, Bj. 1992). Der Rahmen sah dabei mehr aus wie bei den alten, besonderen Kassenklappenrahmen der ersten Stella-Geräte, welche ab Anfang der 1980erjahre - damals noch unter der Marke "Saturn" - in den Markt kamen.


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Abschließend noch eine paar kleine, persönliche Anmerkungen zum Schluss: Das einzige, was ich bei den neuen Gehäuse ab 1988 als etwas schade und nachteilig empfunden, war die Tatsache, dass man fortan die gesamte Tür öffnen musste, um den Kassenbehälter entnehmen zu können. Das ging bei den Kassenklappengehäusen und Kartoffelkisten einfacher. Rein von der Gestaltung her war die Einführung der neuen Gehäuse jedoch absolut zeitgemäß und ein Schritt in die richtige Richtung. Dafür spricht auch, dass diese Gehäusevariante abgesehen von einem "Facelifting" um die Jahrtausendwende bis heute noch produziert werden (heute unter der Bezeichnung Slimeline 19" und Slimeline 22", je nach Größe der TFT-Monitore). Dabei sind sogar die Halterungen für die zwischenzeitlich immer mehrmals weiterentickelten Münzeinheiten gleich geblieben.


Übersicht der ersten Geräte im Softline-Gehäuse:

1988 (287) Merkur Astro (erstes Gerät im Softlinegehäuse, aber mit gebogenem Rahmen oben)
1988 (294) Venus Super Multi II (zum ersten mal Softline "Standard")
1988 (301) Nova Gold (erster Nova mit "Standard")
1988 (309) Merkur Juwel
1989 (317) Nova Step (gebogener Rahmen oben)
1989 (318) Venus Multi-Multi
1989 (323) Disc Royal (erster Merkur mit "Standard")
1989 (327) Disc Rubin
1989 (329) Mega High Score (erstes Mega-Gerät)


Weitere im Kassenklappengehäuse (nach Einführung des Softlinegehäuses) waren zum Beispiel:

1989 (333) Merkur Disc II
1990 (377) Disc Profi
1990 (402) Multi Excellent


Die ersten Geräte im Panoramagehäuse waren:

1991 (405) Venus 4 Asse (Stella)
1991 (436) Merkur Queen
1991 (507) Venus Multi FC (Stella)
1992 (538) Multi Komet (mit gebogenem Rahmen oben)
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Re: Interessante Erkenntnisse aus Bauartzulassungsnummern

Beitragvon muenzspielfreund » 29.10.2017, 12:54

[Platzhalter Sven Schreiber]
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Re: Interessante Erkenntnisse aus Bauartzulassungsnummern

Beitragvon 3GroschenMann » 29.10.2017, 13:40

Das einzige Gerät, dass tatsächlich in beiden Gehäusen produziert und angeboten wurde, war der Money Action aus dem Jahr 1988.


Der Money Action ist 40PF, daher nicht aus 1988...
Wenn du das korrigieren magst.
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Re: Interessante Erkenntnisse aus Bauartzulassungsnummern

Beitragvon muenzspielfreund » 29.10.2017, 13:52

Vielen Dank für den Hinweis. Das war ein Tippfehler, den ich nun korrigiert habe.
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Re: Interessante Erkenntnisse aus Bauartzulassungsnummern

Beitragvon muenzspielfreund » 29.10.2017, 17:07

Dank der Meldung von Boris konnten wenige Stunden nach der Erstellung der Erkenntnis Nummer 4 weitere Details eingearbeitet werden. Neu ist der (abgeänderte) Satz:

Das allererste Gerät im Softlinegehäuse war der Merkur Astro. Allerdings mit gebogenem Rahmen oben. Als erstes Gerät im Standard-Softlinegehäuse kam dann der Venus Super Multi II von Stella (ebenfalls 1988).

Im Zusammenhang mit den neuen Informationen habe ich auch zwei weitere Bilder in den Beitrag eingefügt.
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Re: Interessante Erkenntnisse aus Bauartzulassungsnummern

Beitragvon Esteka » 29.10.2017, 21:44

Großes Kino, Sven!
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Re: Interessante Erkenntnisse aus Bauartzulassungsnummern

Beitragvon muenzspielfreund » 29.10.2017, 21:47

Danke, Stefan. Wenn es Euch gefällt, gibt es von Zeit zu Zeit mehr davon.
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Re: Interessante Erkenntnisse aus Bauartzulassungsnummern

Beitragvon 3GroschenMann » 29.10.2017, 21:56

muenzspielfreund hat geschrieben:Danke, Stefan. Wenn es Euch gefällt, gibt es von Zeit zu Zeit mehr davon.


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Re: Interessante Erkenntnisse aus Bauartzulassungsnummern

Beitragvon katzel » 29.10.2017, 22:37

Ja, tatsächlich Hitverdächtig!
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Der Gewinner sucht für jedes Problem eine Lösung, der Verlierer sucht für jedes Problem eine Ausrede.
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Re: Interessante Erkenntnisse aus Bauartzulassungsnummern

Beitragvon hab_noch_dm » 29.10.2017, 23:48

muenzspielfreund hat geschrieben:Danke, Stefan. Wenn es Euch gefällt, gibt es von Zeit zu Zeit mehr davon.


:hoch :hoch :hoch
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Re: Interessante Erkenntnisse aus Bauartzulassungsnummern

Beitragvon muenzspielfreund » 01.11.2017, 13:49

Zur Erkenntnis Nummer 3 (Sunny-Familie) möchte ich noch ergänzen, dass man ja nun meinen könnte, dass die Geräte mit den Bonuspfeilen eine höhere Auszahlquote gehabt hätten, als die mehr oder weniger gleichen Modelle ohne Bonus-Pfeile. Allerdings befindet sich derjenige, der das glaubt, auf dem Holzweg. Denn die höherwertigeren Ausspielungen durch Auslösung von Bonuspfeilen werden in allen Fällen durch eine Ungleichverteilung bei den Spielscheibenstellungen möglich gemacht. Dementsprechend seltener erschienen dann auch die Serienkombinationen. Das muss aber nicht unbedingt negativ sein. Denn so verlieh man dem System eine höhere Dynamik, was die Spieler anscheinend liebten (Stichwort: Turbo Sunny). Trotzdem mochte ich persönlich die Geräte ohne Ungleichverteilung bei Walzen bzw. Spielscheiben irgendwie lieber. Aber im Laufe der Zeit hatte man sich daran gewöhnt. Es betraf ja alle Hersteller. Außer Bergmann, die haben dieses Regulierungsinstrument verhältnismäßig selten angewendet, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.
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Re: Interessante Erkenntnisse aus Bauartzulassungsnummern

Beitragvon muenzspielfreund » 20.11.2017, 12:47

Erkenntnis Nummer 5:

Der Rotomat Manhattan (417) wurde VOR dem Rotomat Gaucho (441) zugelassen.

Damit wurde das Rätsel um diese Sache auch gelöst. Beim näheren Betrachten der Walzenstreifen der äußeren Walzen des Gauchos sieht man sogar, dass hier die 1,30 DM ausgeschnitten und durch einen Gaucho ersetzt wurde (!). Bei der mittleren Walze gilt selbiges sinngemäß für die Freiheitsstatue. Mit dem Einfügen von Seriensymbolen wollte man dem Manhattan als Gaucho eine zweite Chance einräumen. Der Gaucho war letzten Endes insgesamt auch ein wenig erfolgreicher als der Manhattan. Das lag aber auch daran, dass man die Geräte zum Schluss zum "Sonderpreis, solange Vorrat reicht" verkauft hat.

Zu wirklich großen Absatzzahlen ist es aber dennoch nicht mehr gekommen. Gegen die ganzen anderen Fabrikate mit ihrem Multiplikator-Risiko (beim Ur-Crown sogar schon mit Risikoleitern) hatten die elektromechanischen Gauchos keine Chance mehr. Die Zeit war abgelaufen. Ein Gaucho mit Ausspielung und Risikoleitern wäre möglicherweise der Renner schlechthin geworden.
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Re: Interessante Erkenntnisse aus Bauartzulassungsnummern

Beitragvon muenzspielfreund » 21.11.2017, 11:46

Erkenntnis Nummer 6:

Eine Zulassung für Ziegelstein- und Standardtasten

Die Bally-Geräte ab Rototron Diplomat, Rototron Herold und Rototron Trianon sowie Tunrier Trianon wurden mit großen Tastenflächen ausgestattet, die sich über die gesamte Profilhöhe zwischen Frontscheibe und Auszahlwanne erstreckt und wir in der Hobby-Szene "Ziegelsteintasten" nennen. Bevor diese Sonderform den ab Mitte der 1980erjahren üblichen Standardtasten wich, gab es eine Übergangszeit, in welcher bei dem sehr lange produzierten Modell Rototron Doppel-Krone sowohl Exemplare mit Ziegelsteintasten als auch mit Standardtasten vermarktet wurden. Beide Varianten hatten allerdings die gleiche BAZN. Ob ein Nachtrag und möglicherweise auch die Einreichung eines neuen BAZ-Musters erforderlich war, ist bislang ungeklärt. Dazu müsste man einen großen Zulassungsschein von einem Doppel-Krone mit Standardtasten einsehen können. Wer so etwas hat, möge sich bitte melden.

Des weiteren habe ich mich mit der Frage beschäftigt, ob es weitere Modelle gab die werksseitig mit beiden Tastenvarianten produziert wurden. Ich konnte keins finden.
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