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Mathematische Betrachtungen und Spielsysteme

Re: Scatter

Beitragvon Doppel Jackpot » 22.05.2012, 21:46

Esteka hat geschrieben:Wahrlich kein einfacher Job für Gamedesigner, sich beim Gewinn von Freegames von der Masse der Spiele abzuheben. Kreative Köpfe sind gesucht, die uns aus dem Trott der 3 Scatter befreien.


Will ich gar nicht, denn die Spannung bei bereits erreichten 2 Scattern auf die Freispiele - insbesondere wenn die restlich Walzen dann verzögert stoppen und den Spannungsbogen erhöhen - auf Freispiele und die Verlängerungsmöglichkeiten der Freispiele möchte ich nie und nimmer missen.

Drei (oder mehr) Scatter, die zwingend von links nach rechts einlaufen müssen und/oder Spiele, wo keine Verlängerungen möglich sind, sind in meinen Augen keine Konkurrenz, auch wenn sie auch durchaus reizvoll sein können.
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Re: ein paar mathematische Betrachtungen

Beitragvon Realkojack » 22.05.2012, 22:07

Ich finde es am aller-allerwichtigsten, dass niemals der Eindruck eines künstlichen Eingriffs entsteht. Das ist zwar bei echtem Zufall gar nicht möglich, komischerweise habe ich aber auch noch nie erlebt, dass jemand zufälligerweise dreimal ein Vollbild hintereinander hatte. ;-)

Ich hasse Fressphasen wie die Pest. Es bedeutet nichts anderes, als dass vorher jemand die Gurke gefegt hat. Das war immer schon so und wird auch niemals aus den Köpfen der Spieler weg zu bekommen sein.
Da sich nach meinem Empfinden dieser Spielzustand in den letzten Monaten extremst häuft, verliert sich bei mir völlig die Lust, eine Spielhalle zu betreten. Der Reiz ist bei mir leider erloschen.
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Viele Grüße, Ralf

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Freegames

Beitragvon Esteka » 23.05.2012, 08:49

Wie (oft) Freegames gewonnen werden und was sie wert sind, wurde besprochen. Würde der durchschnittliche Gewinn einfach gegeben, hätten wir allerdings kein Spielsystem mit Freegames, sondern mit Festgewinnen a la Blazing Star & Co. Dass dabei naturgemäß grössere Gewinne als mit Freegames anfallen, ist klar. Freegames geben den gleichen Ge-winn in der Summe, verteilt auf mehrere zusammengehörende Spiele. Der Gewinnplan sieht mickriger aus, grosse Einzelgewinne sind seltener. Der Unterhaltungseffekt steht im Vorder-grund, Spannung entsteht durch die Bandbreite möglicher Gewinne, der beim Festgewinn fehlt.

Es ist nicht mal nötig, dass Freegames Freispiele sind. Der Name wäre dann allerdings missverständlich, besser wäre dann Feature Games. Es hat tatsächlich etliche Spiele gegeben, die in Feature Games Einsatz erfordern, z.B. Super Dice von JvH oder The Next Win von Bally Wulff. Eigentlich ist es ein schöner Trick, die Gewinnsumme ohne Aufwand zu steigern. Denn wenn ich 10 Feature Games mit 10 Punkten Einsatz bezahlen muss, darf die Serie dafür 100 Punkte an Gewinnen mehr verteilen, was im Abschlussbildschirm natürlich viel besser aussieht. Ich bin nicht mal sicher, ob diese Trickserei jeder Spieler bemerken würde. Ärgerlich würde es allerdings, wenn dem Spieler während der kostenpflichtigen Fea-ture Games das Geld bzw. die Punkte ausgehen. Die Gesichtsfarbe dürfte zwischen grau und Hoeness-Rot hin- und herwechseln.

In Freegames gibt es alle möglichen Besonderheiten. Ziel ist es immer, dass x Freegames durchschnittlich mehr zahlen als x Normalspiele.

Das einfachste ist es, NUR Freegames zu geben. Novomatic’s Bahamas go Bahamas gibt für drei Scatter 45 Freispiele. Ende. Diese Variante ist aber selten. Meist wird am Gewinnplan gedreht, an den Spielregeln und / oder an den Walzenstreifen.

Die Anzahl der Freegames ist völlig unterschiedlich. Von 3 bis 100 gibt es reichlich Abstufungen. Teils eine feste Anzahl, teils abhängig von der Anzahl Scatter, teils in einer bestimm-ten Bandbreite ausgelost).


Gewinnplan:

Multiplikatoren heisst das Zauberwort. Meistens fest in der Form „alle Gewinne x 3“. Es gibt alle möglichen Abstufungen, schwerpunktmäßig x2, x3, x5 und x10. Andere Multiplikatoren sind selten, z.B. x4 und x7. Ich erinnere mich an kein Spiel mit x6, x8 und x9. Manchmal ist der Multiplikator auch von Spiel zu Spiel wechselnd oder steigend.


Spielregeln:

Ein Riesenfeld, das ich nur anreißen kann. Spontan fällt mir folgendes ein, aber mit absoluter Sicherheit nicht vollständig und mit tausenden Variationen vorkommend:

  • Symbole werden die ganze Serie zu zusätzlichen Wilds (z.B. Let’s go Fishing, Columbus).
  • Symbole werden während der Serie durch bestimmte Ereignisse zu besseren Symbolen oder Wilds (z.B. Eye of Horus, Gold Hotel, Knights Life).
  • Wilds bleiben stehen (z.B. El Torero, Miss Kitti, Wizard’s Gold, Magic Tree).
  • Gewinnchancen bleiben stehen (Alice in Wonderland).
  • (Bestimmte) Symbole werden scatterartig und / oder auf mehreren Linien ausgewertet (Book of Ra).
  • Zusätzliche Gewinnlinien (Dynamite Joe)
  • Weniger Gewinnlinien (Pandora's Box)
  • Symbole geben zusätzliche Gewinne (Fishing Frenzy, Phönix Rising).
  • Wilds expandieren über ganze Walze (Wild Cobra).
  • Walzen werden verbunden oder stoppen synchron (MergiX, Mirror-Reels z. B. bei Temple of Riches, Konami)
  • Serienverlängerungen aller Art, z.B. +5 für „Glory-Symbol“ bei Gold&Glory, +12 für zwei Scatter bei Railroads von Mega, +1 für Scatter auf Walze 3 bei „Wild Shark“ von Amatic, zusätzliche Spiele mit neuem Multiplikator (Deep Diamonds), Symbolsammelfeature (Black Pirate Bally Wulff) für zusätzliche Spiele.
  • usw. usw.

Walzenstreifen:

Oft haben Freegames andere Walzenstreifen als normale Spiele. Leider ist das für den Spieler schwerlich zu erkennen. Die Varianten reichen von zusätzlichen (expanding) Wilds, zusätzlichen Scattern, fehlenden Scattern, mehr höherwertige Symbolen oder weniger nieder-wertige Symbole. Oft wird damit erreicht, dass sich Freegames ein- oder mehrfach verlängern, was mit dem normalen Walzenstreifen nur selten passieren würde.


Wenige Spiele beinhalten auch mehrere Varianten von Freegames mit unterschiedlichen Gewinnplänen, Spielregeln oder Walzenstreifen (z.B. Antarctica von Atronic).

Auch das Drehen des Walzenlayouts wird verwendet, siehe z.B. ZeusIII (Video im nächsten Beitrag). Was es erstaunlicherweise meines Wissens nicht gibt ist, dass sich das Walzenlayout in den Freegames ändert. Wie wäre es mit einem 5 Walzen x 3 Spiel, dass in der Serie zu einem 5 Walzen x 4 Spiel wird und damit mehr Gewinnlinien und -chancen bietet?

Dies waren einige Betrachtungen zur grössten Spielwiese der Gamedesigner, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn ich Konzepte vergessen habe, bitte einfach melden, ich ergänze sie dann.
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Re: ein paar mathematische Betrachtungen

Beitragvon muenzspielfreund » 23.05.2012, 09:29

Ergänzungsvorschlag für das Konzept "Spielregeln":

Mirror-Reels (z. B. bei Temple of Riches, Konami).
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Re: ein paar mathematische Betrachtungen

Beitragvon Esteka » 23.05.2012, 09:39

danke, ergänzt. Passt aber weder zu Gewinnplan, Spielregeln noch Walzenstreifen. Daher darunter eingefügt.
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Re: Freegames

Beitragvon kobayashi » 23.05.2012, 10:26

Esteka hat geschrieben:Was es erstaunlicherweise meines Wissens nicht gibt ist, dass sich das Walzenlayout in den Freegames ändert.


Jein Stefan, bei ZeusIII ändert sich in Feature Games zwar nicht das eigentliche Layout, aber die Walzenmaschine wird um 180° gedreht, was sehr viel mehr Linien für kleine und mittlere Gewinne freigibt.

Normalspiel :



Featurespiel :



War absolut eines meiner Favoriten in Vegas, habe ich hier in Deutschland aber noch nirgendswo gesehen. Die deutschen Spielbanken hinken da doch immer meisten 2-3 Jahre hinterher was die Aktualität der Williams-Geräte betrifft.
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Re: ein paar mathematische Betrachtungen

Beitragvon muenzspielfreund » 23.05.2012, 10:56

Das ist so nicht richtig, Stefan! Du erwähnst bei den Spielregeln unter anderem auch Mergix mit verbundenen Walzen. Mirror Reels sind nichts weiter als eine Variante davon. Du schreibst, Mirror Reels sei ein "Experiment mit der Stoppreihenfolge der Walzen". Auch das ist nicht ganz richtig, denn es wird nicht nur die Stoppreihenfolge verändert - das alleine wäre ja witzlos. Bei den Mirror Reels stoppen zunächst die Walze 1 und 5 zusammen und zeigen dabei die selben Symbole an. Gleiches passiert anschließend mit Walze 2 und 4. Zuletzt stoppt dann die Walze 3 und entscheidet letztendlich darüber, ob gewonnen wird oder nicht (sofern dies durch die Stellungen der Walzen 1, 2, 4 und 5 möglich ist).
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Re: ein paar mathematische Betrachtungen

Beitragvon Esteka » 23.05.2012, 11:08

@muenze: stimmt! Ändere ich.

@Alex; diese WMS Spiele kenne ich, fielen mir aber nicht ein. Ergänze ich auch.

Edit: Geändert.
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Re: Freegames

Beitragvon muenzspielfreund » 24.05.2012, 15:20

Esteka hat geschrieben:Oft haben Freegames andere Walzenstreifen als normale Spiele. Leider ist das für den Spieler schwerlich zu erkennen. Die Varianten reichen von zusätzlichen (expanding) Wilds, zusätzlichen Scattern, fehlenden Scattern, mehr höherwertige Symbolen oder weniger nieder-wertige Symbole. Oft wird damit erreicht, dass sich Freegames ein- oder mehrfach verlängern, was mit dem normalen Walzenstreifen nur selten passieren würde.


Das ist nur eine der möglichen Varianten. Man kann die Häufigkeit von Verlängerungen ja durchaus auch mit Veränderung der Wahrscheinlichkeit von drei Scattern in der Serie erhöhen (oder verringern). So kann ich mit ein und den selben Walzenstreifen bestimmen, dass in Normalspielen mit 0,5% Wahrscheinlichkeit 3 Scatter ausgelost werden, in Freegames jedoch mit 2,5% Wahrscheinlichkeit. Wenn die 3 Scatter 10 Freegames auslösen, so würde sich durchschnittlich jede vierte Serie einmal verlängern (da im Schnitt im jeden 40. Freegame 3 Scatter angezeigt werden), in Normalspielen durchschnittlich jedoch nur alle 200 Spiele 3 Scatter einlaufen. Aufgrund der Streubreite wird es natürlich auch öfters Serien geben, die sich nicht verlängern, dafür aber auch solche, die sich eben mehr als einmal verlängern. Und das alles mit ein und dem selben Walzenstreifen. Diese Variante funktioniert natürlich nur dann, wenn man nich "bedingungslos zufällig" 5 Walzenstellungen ziehen lässt. Es geht nur, wenn man vorab - natürlich ebenso zufällig - bestimmte Ereignisse für das kommende Spiel "auswürfelt".
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Re: Mathematische Betrachtungen und Spielsysteme

Beitragvon Esteka » 24.05.2012, 15:45

Alles was man durch geänderte Wahrscheinlichkeiten erreichen kann, funktioniert natürlich auch durch entsprechend sorgfältig gestaltete Walzenstreifen. Insofern sind beide beschriebenen Methoden nichts gänzlich unterschiedliches, sondern eher äquivalente Methoden, um zum gleichen Ziel zu kommen.

Ich hatte bei Zeus mit der Methode "Wahrscheinlichkeiten" das Problem, dass drei Scatter fast häufiger kamen als zufällig gleichverteilt ausgeloste zwei Scatter. Der Spieler (in diesem Fall Günter) merkt das und fühlt das Spiel unnatürlich laufen. Spieler mögen keine Eingriffe, sie meinen sie wärem zu ihrem Nachteil. In Zeus Revenge habe ich nun auch Wahrscheinlichkeiten für ein und zwei Scatter.
Es wäre einfacher und sauberer gewesen, vernünftige Walzenstreifen zu designen.
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Re: Mathematische Betrachtungen und Spielsysteme

Beitragvon Esteka » 24.05.2012, 15:53

In Deinem letzten Spiel, Sven, meine ich z.B. die fünf Siebenen zu häufig zu kommen. Ich vermute, da greifst Du auch in die Wahrscheinlichkeiten ein?
Beim Hauptgewinn ist es natürlich kein Nachteil für den Spieler. Aber es stört oder zerstört die Illusion von Zufall.
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Re: Mathematische Betrachtungen und Spielsysteme

Beitragvon muenzspielfreund » 24.05.2012, 15:56

Bei meinem neuen Spiel war es mir nicht möglich, mehr als zwei Scatter pro Walze zu machen. Ansonsten hätte meine komplette Engine umschreiben um längere Walzenstreifen zu machen. Dazu hatte ich allerdings keine Lust. Also habe ich nur zwei Scatter auf die Walze gemacht. Das führte dann aber genau zu dem von Günter bemerkten Effekt: Die Scatter kamen rein visuell zu selten. Das wiederum dazu, dass man ziemlich sicher sein konnte, dass wenn auf Walze 1 und 3 ein Scatter einlief, der Scatter auf Walze 5 auch kam. Blöd.

Geholfen habe ich mir dann auf ziemlich genau die selbe Art, wie Du: In Nichtgewinnspielen, in denen die Walzen laut ausgeloster Stellungen keinen Scatter zeigen, laufen dann entweder

- zu x % keine Scatter ein (es ändert sich also nichts)
- zu x % EIN Scatter ein (zufällig auf Walze 1, 3 oder 5)
- zu x % ZWEI Scatter ein (zufällig auf Walze 1 u. 3, 1 u. 5 oder 3 u. 5)

Letzteres führt einerseits dazu, dass auch öfters einmal je ein Scatter auf Walze 1 und 3 angezeigt werden und dementsprechend die Walze 5 für den Spannungsmoment nachläuft, andererseits aber manchmal 2 Scatter so angzeiget werden, dass sie auf den Walzen 1 u.5 oder auf den Walzen 3 u. 5 angezeigt werden. Es wäre nämlich auch wieder auffällig gewesen, wenn zwei Scatter meistens vorn stehen. Das hätte der Spieler dann auch wieder als unnatürlich empfunden (sei es als subjektiv empfunden deutlich weniger Scatter auf Walze 5 im Veregleich zu Walze 1 u. 3 oder als - noch schlimmer - deutlicher mathematischer Eingriff).
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Re: Mathematische Betrachtungen und Spielsysteme

Beitragvon muenzspielfreund » 24.05.2012, 16:04

Esteka hat geschrieben:In Deinem letzten Spiel, Sven, meine ich z.B. die fünf Siebenen zu häufig zu kommen. Ich vermute, da greifst Du auch in die Wahrscheinlichkeiten ein?
Beim Hauptgewinn ist es natürlich kein Nachteil für den Spieler. Aber es stört oder zerstört die Illusion von Zufall.


Okay, dann oute ich mich einmal was das angeht :oops: ...

Es ärgerte mich, dass infolge des Spielsystems ohne WILDs in den Normalspielen so gut wie nie Fünflinge, insbesondere von den höchsten Symbolen, einliefen. Also habe ich mit "Spezialdrehanfragen" nachgeholfen. Ich hatte auch den Eindruck, dass es vielleicht doch ein bisschen zu häufig ist. Wobei ich andererseits dachte, dass 0,01% für einen hochwertigen Fünfling nicht zu hoch angesetzt sein dürfte.

Da habe ich mich dann wohl doch etwas getäuscht :lol: ...

Aber die Mathematik bei dem Spiel stimmt eigentlich ganz gut und daher dachte ich, dass ich es einmal so "raushaue". Es ist, wie Du schon geschrieben hast, ja auch kein wirklicher Nachteil. Aber ein kleines bisschen auffällig schon.

Aus der Thematik heraus ist ja auch meine detaillierte Auswertung der einzelnen Gewinnklassen unterhalb der Buchhaltungsstatistik entstanden. Eigentlich war das nur für Mathematiktests vorgesehen(bei mir geht so ein Durchgang über 10 Mio. Spiel in etwa 5 Minuten). Mir gefiel das aber so gut, dass ich dachte, dass ich Euch das auch einfach für Eure Statistiken einmal zur Verfügung stellen wollte (ich hoffe, es gefällt Euch wenigstens ;-)...).

Wie sieht es denn mit den anderen "großen Kombinationen" aus (z. B. 5 Glocken, 5 Melonen, 5 Birnen)? Ist es da ähnlich?
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Re: Mathematische Betrachtungen und Spielsysteme

Beitragvon muenzspielfreund » 24.05.2012, 16:09

BTW: Ich sehe gerade im Thread "Bonus Means Wild" in Ralfs Statistik, dass er auf über 4.000 Spiele noch nicht einmal 5 Glocken und nicht einmal 5 Siebenen hatte. Eines von beiden dürfte da wohl bald einmal fällig sein. Bei ihm also - trotz der astronomisch hohen Quote - alles im grünen Bereich. Ralf hat deswegen eine so hohe Quote in der Statistik, weil er das Glück hatte, ziemlich früh einmal "B-O-N-U-S" in einer Reihe zu bekommen (wird bei "natürlicher" Auslosung meistens verworfen ;-) ...).
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Re: Mathematische Betrachtungen und Spielsysteme

Beitragvon Esteka » 24.05.2012, 16:10

Mir erzählen alle Profi-Entwickler, ihre Spiele laufen wirklich zufällig, also wie ein alter Mint, dessen Walzen mit dummen Mischerelementen gleichverteilt zufällig irgendwo stoppen, und Gewinne rein nach Walzenstreifen und Gewinnplan geben.

Das ist als Spieler schwer zu akzeptieren. Man hat schon zu viel krasse Spielsituationen (im positiven als auch im negativen Sinne) erlebt. Vor allem im Verlustfall sucht man einen Schuldigen. Dem Zufall kann man schlecht böse sein, oder habt Ihr schon mal einen Würfel verdächtigt, zu bescheissen. Der Würfelwerfer ist ein viel dankbareres Opfer des Grimms, oder bei Spielprogrammen der Programmierer. Oder die Vernetzung. Oder der 5ct Fummler vor einem am Gerät.

Ich habe mir im Testprogramm schon viele Walzenstreifen angesehen, und sie sind in Freegames fast sämtlich anders. Warum sollte sich der Mathematiker die Mühe machen, wenn es doch viel einfacher mit geänderten Wahrscheinlichkeiten ginge? Außer es gibt handfeste Gründe wie zusätzliche oder fehlende Symbole. Beispiel Wild Panda von Aristocrat. Nur in Freegames gibt es Pandas auf den Walzen. Und dafür keine Buchstaben.

Ich tendiere dazu, den Beteuerungen des Zufalls zu glauben. Auch wenn ich vermute, dass man mir als Außenstehenden sowieso nicht die Wahrheit sagen würde.
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