Montag, Juli 22, 2024
   
Text Size
Login
Galerie

Panther

Frontal
Hersteller: Panther
Baujahr: 1995
Währung: 40 Pfennig
optische Animation mit LED: Nein
akustische Animation mit MP3: Nein
EZ (elektronische Zulassung): Nein
Beschreibung:

 

NSM gründete 1992 die neue Tochtergesellschaft Panther für eine zweite Produktlinie für Geldspielgeräte. In diese Neugründung wurden wesentliche Aktivitäten der Entwicklungs-, Personal­- und Produktionskapazitäten der Firma ISG einge­bracht. Diese hatten auf der IMA 1992 das Geldspielgerät „VIP" vorgestellt.


Die neue Gesellschaft firmiert un­ter dem Signet „Panther Apparate­bau- und Vertriebs-GmbH". Das Tier­symbol des Panthers zeigt dabei als der kleine, schlanke und wendige Bru­der die deutliche Nähe zum Löwen in­nerhalb der Raubkatzenfamilie. Unter dem Markennamen „Pan­ther" sollten besonders spielerge­rechte Geld- und Punktspielgeräte für Spielhallen angeboten werden.

Erste Produkte der neuen Firma waren das Unterhaltungsgerät Super Big Win und der Geldspieler Jokar, beides noch Entwicklungen von ISG.

 

Danach wurde es erstmal sehr ruhig um die Firma. Das nächste Geräte in unserer Gerätegalerie waren der Smaragd und der Power Take von 1994 und der Dino von 1995. Beim Smaragd wurde der Pantherkopf erstmals auf einer Scheibenmaschine verwendet.

 

1995 brachte Panther ein weiteres Scheibengerät und experimentierte mit einer Fokussierung auf Höchstgewinne. Das Gerät hiess schlicht Panther, mit Herstellername also irritierend Panther Panther.

klein

Hauptgewinne

Auf den Scheiben ist jeweils nur eine von 12 Positionen für das Seriensymbol Panther belegt.

Scheiben

Wie im Scheibentext genannt, sind die Scheibenpositionen gleichverteilt, so dass sich eine Wahrscheinlichkeit von 1:12 x 1:12 x 1:12 = 1:1728 ergibt. Bei einer Chance ohne Gewinn läuft die mittliere Scheibe ein weiteres Mal. Zusammen mit dem Nachstart der linken Scheibe läßt sich die Wahrscheinlichkeit knapp vervierfachen. Trotzdem gibt es das Serienbild nur etwa alle 180 DM Einsatz. Dies wird natürlich durch Kleingewinne vermindert. Das Vorkommen von 40 und 50 auf den äußeren Scheiben läßt vermuten, dass es diese Kleingewinne häufig zu gewinnen gab.

Diese wahrlich schwer zu gewinne Serie ist alledings lukrativ. Über der mittleren Scheibe erleuchtet beim Vollbild ein Panther und sie startet erneut. Je nach einlaufendem Symbol gibt es folgende Gewinne:

HG1

HG2

10 und 12 Sonderspiele als Mindestgewinn für die grosse Auspielung an einem Scheibengerät ist nichts besonders attraktives. Das bot schon der Disc, mit vielen zusätzlichen Serien. Alledings sind die "grossen" Gewinne viel häufiger.

HG

Bei Gewinn von 100 Sonderspielen werden weitere 20, 25 oder 50 Sonderspiele gegeben, wenn im nächsten Spiel ein Gewinn oder gestreiftes Feld einläuft.

Erst der Big Run II 3 Jahre später 1998 und der Pur Pur Royal 1999 kennen ein ähnliches Feature. Allerdings als Walzengeräte realisiert, und nur die Höchstgewinne werden direkt gegeben. Alle anderen Walzenbilder der mittleren Walze geben eine Ausspielung.

Big Run

 

PurPur

Bleibt die Frage, was aus dem Big Run I geworden ist ?

 

Mittlere Risikoleiter und Ausspielung

Weiteres zentrale Spielfeature ist die mittlere Risikoleiter mit dem Ziel des Gewinnes einer Ausspielung. Diese kann auch für 5 oder 6 Sonderspiele in den äußeren Risikoleitern gestartet werden.

Ausspielung_mitte

Bei 50-50-50 oder 50-Panther-50 gibt es eine Ausspielung in der mittleren Leiter mit folgenden Wahrscheinlichkeiten (rot und wertlos bei Nachstart der linken Scheibe):

Ausspielung2

Die Ausspielung gibt Gewinne mit folgenden Wahrscheinlichkeiten (rot, in Promille):

Ausspielung_mitte_Ergebnis

Äußere Risikoleitern und Ausspielungen

Die Risikoleitern bieten keine Zwischenausspielungen.

Risikoleiter

Für dreimal 40 gibt es links und für den mittigen Panther rechts eine Ausspielung bis 5 bzw. 6 Sonderspiele. Die Wahrscheinlichkeiten sind bei Nachstart wieder sehr viel schlechter, für 2,40 (3,20) DM sinkt sie von 3,2 auf 0,1%.

Beim Riskieren von 50 S werden 50 P oder 25 S, beim Riskieren von 40 S werden 45 P oder 20 S erreicht. Von einem 4,00 DM Gewinn durch drei gleiche Beträge oder durch gold/schwarz-gestreiftes Feld in Serienspielen können 3,20 DM und  bei Risikoverlust 0,80 DM riskiert werden. 40 S und 50 S in Pantherspielen können nicht riskiert werden. In Sonder- bzw. Pantherspielen kann oberhalb von Zählerstand 10 nur bei Panther bzw. bei Panther, 1,20 und 1,60 DM riskiert werden.

Bei 5 oder 6 Sonderspielen kann eine Ausspielung von Pantherspielen gestartet werden.

5Start2 6  Start

Die Wahrscheinlichkeiten geben zu keiner grosen Hoffnung Anlass. Einziger Zweck dieser Ausspielung ist das Umwandeln von Sonder- in Pantherspielen, was z.B. bei 100 Sonderspielen schnell gelingen wird.

Startausspielung


Sonder- und Pantherspiele

Erreicht der Sonderspielezählerstand 150, werden die Spiele bis zum Ende der Serie als Pantherspiele abgespielt. In Pantherspielen werden zusätzlich bei 1,20 und 1,60 auf der mittleren Scheibe 4 DM gewonnen. Es sind also 8 statt 6 Gewinnfelder vorhanden. Außerdem sind es Freispiele.

 

Steppen

Dies ist eine Funktion, über die ich beim Studieren des Scheibentextes lange gegrübelt habe. Der Scheibentext sagt dazu:

Steppen ist in der Serie und nach Einlauf von 5 x Panther möglich. Ein-/Ausschaltung durch Betätigen der START-Taste, wenn „STEPPEN“ leuchtet. Das Steppen, angezeigt durch Transparente an der mittleren Scheibe, dreht diese nach Halt um eine Position weiter.

An anderer Stelle wird das Steppen ebenfalls beschrieben (siehe Pantherspiele):

1,20 oder 1,60 auf der mittleren Scheibe dreht diese, wenn keine -Kombination angezeigt wird, eine Position weiter (Steppen).

Ich bin nicht sicher, ob es sich um das gleiche Feature handelt, denn Pantherspiele lassen sich nicht nur durch 5 Panther gewinnen. Im Gegenteil. 5 Panther bringen keine Pantherspiele (außer im nächsten Spiel läuft ein weiteres Mal der Panther ein, und dann sind es 6 Panther):

5Panther

Außerdem habe ich an der linken Scheibe kein Transparent "Steppen" gefunden.

Linke Scheibe

 

Fazit

Nach einigen eher ungewöhnlichen Geräten wie dem Jokar und dem Dino ist beim Panther erstmals die Handschrift der Löwen-Entwickler zu spüren. Das Gerät sieht sehr nach Mainstream aus. Die bei Gründung der Firma angekündigte Zielgruppe Spielhalle, deren Spieler angeblich hohe Spitzengewinne und keine lange Unterhaltung suchen, wird aber merklich bedient. Dabei ist man allerdings weit über das Ziel hinausgeschossen. Nur eine Serienkombination, die nur alle etwa 450 Spiele einläuft, wird selbst dem hartgesottensten Zocker nicht befriedigen. Ohne Ungleichverteilung der Scheiben sieht man zudem auf den ersten Blick, das die Trauben an diesem Gerät sehr hoch hängen.

Das Konzept der nachstartenden mittleren Scheibe nach Seriengewinn ist 3 Jahre später reanimiert worden. Dann alledings bei einem Walzengerät, was durch die doppelte Anzahl Walzenpositionen Raum ließ für kleinere Serien in Form von Ausspielungen, die die Wartezeit auf die Gross-Serie verkürzte.

In Pantherspielen kann die ganze Serie lang erfreulich oft riskiert werden (jedes vierte Spiel) In Sonderspielen dagegen nur bei Panther auf der mittlieren Scheibe (1:12). Dann winkt allerdings die lukrative Umwandlung in Pantherspiele, wenn in nur zwei Schritten 5 oder 6 Sonderspiele erreicht werden und die Startausspielung gestartet wird.

Das Steppen-Feature ist rätselhaft. Vielleicht entspricht der Scheibentext nicht der endgültigen Programmversion (oder umgekehrt).

Das Scheibendesign mit dem rot-gelb-blauen Hintergrund empfinde ich als sehr gelungen

Euer Esteka

 


Eintrag erstellt: 31 October 2017 22:35:26 |
Letzte Änderung: 17 February 2018 00:18:07 |
Hits: 2211
Powered by SobiPro

Cookies

Einloggen