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As

As, Mega (Mega, adp, 1991, sw)
Gerätetyp: Mega
Hersteller: Mega/adp-Gauselmann
Baujahr: 1989
BAZN: 356
Währung: 30 Pfennig
optische Animation mit LED: Nein
akustische Animation mit MP3: Nein
EZ (elektronische Zulassung): Nein
Beschreibung:

 

Der Mega As in der Rubrik Klassiker und Raritäten in der
Fachzeitschrift "AutomatenMarkt" (Ausgabe 11/2014)


 

Verision mit grauer Frontscheibe und silberfarbigem Rahmen:

As Mega Mega adp 1991 sr

 

Variante komplett in weiß:

 

As Mega Mega adp 1989 ws 2. Foto

 

Mega As (Mega, 1989, 30 Pf-Spiel).

Der Mega As zeichnet sich durch sein einfaches, aber unterhaltsames Spielsystem aus. Ähnlich wie bei den einstigen Hellomat-Geräten werden hier über einen zusätzlichen Umlaufkörper Lichtfelder ausgespielt, welche es gilt, zu komplettieren. Im Falle des Mega As (und auch bei allen Nachkömmlingen seiner Art) sind dies die Kartensymbole von zwei bis As. Und so funktioniert es: Die mittlere Spielscheibe ist eigentlich keine „richtige, einzelne“ Scheibe. Sie besteht vielmehr aus zwei Ringen (ein Innen- und ein Außenring). Der Außenring, welcher für den eigentlichen Spielablauf zur Anwendung kommt, trägt wie gewöhnlich zwölf Felder mit Gewinnbeträgen und einem Seriensymbol und läuft dementsprechend in jedem Spiel als mittlere Spielscheibe mit. Darüber hinaus ist eines der zwölf Felder mit einem Kartenfächer mit der Aufschrift „Karte für Fächer“ gekennzeichnet. Wird dieses Feld angezeigt, so öffnet sich im unteren mittleren Fenster die Abdeckung mit dem Herz-Symbol und der innere Ring spielt ein Karte aus, welche anschließend in den unteren Lichtjackpot mit dem großen Kartenfächer übernommen wird. Wird eine Karte gezogen, welche bereits erleuchtet war, so bleibt diese natürlich weiterhin beleuchtet. Ausgelöst wird der Karten-Jackpot, wenn alle Karten leuchten, wofür die große Ausspielung unterhalb des Kartenfächers gegeben wird. Da es sich um insgesamt 13 Felder handelt und es mitunter etwas dauern kann, bis alle Karten leuchten, ist der zu erwartende Gewinn von dementsprechend hohem Wert (10 bis 100 Sonderspiele sind möglich).

Ebenfalls zum Einsatz kommt der Innenring der mittleren Spielscheibe, wenn eine Serienkombination angezeigt wird (mindestens je ein Mega-Komet je Spielscheibe). Dann werden Sonderspiele gewonnen, dessen Anzahl sich nach dem ausgespielten Kartensymbol richtet (siehe Tabellen).

 

Sonderspiele bei 3 oder 4 x Mega-Komet auf den Spielscheiben:

 

Karte 2 bis 10

Karte B, D od. K

Karte As

3 x Mega-Komet

2 Sonderspiele

5 Sonderspiele

10 Sonderspiele

4 x Mega-Komet

3 Sonderspiele

6 Sonderspiele

12 Sonderspiele

 

Sonderspiele bei 5 x Mega-Komet auf den Spielscheiben (Vollbild):

Karte 2 bis 5

10 Sonderspiele

Karte 6 bis 9

12 Sonderspiele

Karte 10

20 Sonderspiele

Karte B

24 Sonderspiele

Karte D

40 Sonderspiele

Karte K

48 Sonderspiele

Karte A

100 Sonderspiele

 

Der sonstige Spielablauf des Mega As orientiert sich weitestgehend an dem, was ein typisches Geldspielgerät der damaligen Zeit zu bieten hatte, wie z. B. 30 Pf- und 40-Pf-Ausspielung (Ausspielung bis 3 bzw. 5 Sonderspiele), Start- und Risikoautomatik, sowie Teilgewinnübernahme. Darüber hinaus wird bei Erreichen der Risikostufen 12 Sonderspiele (links) und 10 Sonderspiele (rechts) eine Ausspielung angeboten, welche den Bereich von 6 bzw. 5 Sonderspiele bis zum jeweiligen oberen Ende der Risikoleiter umfasst und vom Spielgast durch drücken der Start-Taste eingeleitet werden kann („Start-Ausspielung“). Die Ausspielungen können im laufenden Spiel mehrmals gestartet werden, sofern zuvor keine Sonderspiele durch Teilgewinneübernahme angenommen wurden. In Hit-Sonderspielen Sonderspielen (siehe unten) sind die Start-Ausspielungen nicht möglich.

Maximal sind zehn Risikovorgänge in einem Spiel möglich, wobei das Auslösen einer Start-Ausspielung durch den Spielgast ebenfalls als Risikovorgang zählt (bedingt durch den Umstand, dass das Starten der Ausspielung jedes Mal das Risiko birgt, um eine Stufe in der Leiter herabzufallen). Nach zehn Risikovorgängen blinkt im Münzspeicher-Display „Ende“, was durch ein akustisches Signal begleitet wird. Die bis dahin durch Risiko-Spiel und Ausspielungen erreichten Gewinne werden anschließend aufgebucht.

Neben den herkömmlichen Sonderspielen verfügt der Mega As auch noch über Hit-Sonderspiele. In den Hit-Sonderspielen wird gewonnen wie in Sonderspielen, zusätzlich bringen jedoch auch die beiden (nicht gestreiften) Felder mit den  Gewinnbeträgen 1,70 DM und 2,40 DM der mittleren Spielscheibe einen 3,- DM-Gewinn. Um dies auch visuell hervorzuheben, sind diese beiden Beträge auf der mittleren Spielscheibe schattiert dargestellt. Hit-Sonderspiele können nur durch Risiko-Spiel oder durch Auslösen der Start-Ausspielungen erreicht werden. Beim Riskieren auf 50 Hit-Sonderspiele wurden Fallbremsen eingebaut. Ausgehend von 48 Sonderspielen bleiben im Verlustfall 24 Sonderspiele, beim riskieren von 40 Sonderspielen immerhin noch 5 Sonderspiele übrig.

Bei Gewinn von Hit-Sonderspielen werden bereits vorhandene Sonderspiele ebenfalls als Hit-Sonderspiele gewertet. Gleiches gilt für in einer laufenden Serie von Hit-Sonderspielen hinzugewonnene Sonderspiele. In der Summe sind maximal 200 Sonder- und Hit-Sonderspiele möglich (der bekannte Summenzähler unten rechts auf der Frontscheibe). Die Hit-Sonderspiele sind besonders für die risikofreudigen Spieler ein Genuss: Zwar kann hier bei gestreiftem Feld oder Gewinn ohne Komet auf der mittleren Scheibe nicht bei Zählerstand kleiner 10 riskiert werden, dafür aber in der gesamten Serie bei Komet, 1,70 DM oder 2,40 DM im mittleren Fenster. Rund drei von acht 3 DM-Gewinnen sind somit riskierbar.

Der Mega As war seinerzeit das erste Geldspielgerät mit dieser Art von Kartenjackpot und eroberte mit diesem unterhaltsamen und Spielanreiz fördernden Spielelement die Herzen der Spieler. Folglich gab es zahlreiche Nachfolger wie z. B. Mega Trio, Mega Turbo As und Mega Pik As (um nur einige zu nennen), bei welchen unter anderem bereits gezogene Spielkarten (mehrfach) gespeichert wurden und nach Auslösen des Jackpots zum Auffüllen des selbigen verwendet wurden (sozusagen als Vorlage, damit der Jackpot nach Auslösung nicht komplett gelöscht wird). Darüber hinaus gab es das Gerät unter dem Namen Mega Cards Point auch in einer Version als reines Unterhaltungsgerät ohne Gewinnauszahlung (Punktespiel).

Fazit: Sowohl optisch als auch spieltechnisch ein reizendes Gerät. Vor allem die Mega-Kometen auf den Spielscheiben (welche später ihren Platz für die adp-Gauselmann-Sonnen räumten) machen den Mega As zu etwas Besonderem und sind Zeuge dafür, dass es sich um eines der Geräte aus der Anfangszeit des Herstellers „Mega-Spielgeräte“ aus Limburg an der Lahn handelt.  Mittlerweile ist der Mega As auch gar nicht mal mehr so oft zu bekommen. Lediglich die Begrenzung der Sonderspielserien auf 200 Spiele in Folge entsprach nicht unbedingt dem Geschmack der Spielgäste, was allerdings den damaligen technischen Richtlinien geschuldet war. Für den Sammler hingegen dürfte dies jedoch wohl eher von geringerer Bedeutung sein.

 

Sven Schreiber (zuletzt bearbeitet am 13.10.2019)


Eintrag erstellt: 31 October 2017 22:36:12 |
Letzte Änderung: 13 October 2019 20:13:27 |
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