Sonntag, September 20, 2020
   
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Duo

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Gerätetyp: Player's Line
Hersteller: Bally Wulff
Baujahr: 2006
Währung: 20 Cent
optische Animation mit LED: Ja
akustische Animation mit MP3: Ja
EZ (elektronische Zulassung): Ja
Beschreibung:

Gerät nach alter Spielverordnung von Playmont entwickelt und von Bally Wulff veröffentlicht. Es handelt sich um eines der letzten Seriengeräte mit der Zulassungsnummer 332.

Playmont "Player's Line" Duo

Optik

Der „Players Line Duo“ von Playmont, im Vertrieb von Bally Wulff ist wohl das letzte Gerät nach alter Spielverordnung.  Zentrales Designelement ist der brillante 19’’ TFT Monitor, der die Spielwalzen, alle Geld- und Sonderspielzählwerke sowie auf Wunsch die Spielanleitung darstellt. Der Monitor ist quasi direkt an der Frontscheibe montiert und ist sowohl in der Farbgebung als auch in der Beleuchtung perfekt in die Scheibengestaltung integriert. Man sitzt staunend vor dem Gerät und kann den Übergang zwischen Scheibendesign und Monitorbild nicht erkennen! Zusammen mit den quasi 3D nach außen gewölbten Risikoleitern entsteht ein faszinierender optischer Eindruck.

Es handelt sich um ein Voll-LED Gerät, dass je nach Art der Sonderspiele sowohl auf der Scheibe als auch auf dem Monitor rot, blau oder grün beleuchtet wird.

Das Gehäuse ist kein Bally Wulff Modell und mit einem Hopper ausgestattet.

Das von mir bespielte Gerät hatte die Seriennummer 1470.00012

Akustik

Kristallklarer beeindruckender Stereosound mit unterschiedlichsten Musik- und Soundeffekten. Bei Geldausspielungen ertönt ein Gitarren-Riff, bei Serienausspielung ein Orchestertrommel-Solo. Bei Erreichen von M Spielen hört man den WM-Sound von 2002 (Name vergessen), bei Erreichen von T Spielen ertönt „Jump“ von Van Halen.

Spielverlauf

Sechs animierte Walzen mit zwei Gewinnlinien im Normalspiel erinnern an das Ableseschema des Twinliners (wenn der auch nur drei Walzen hatte).

Die Walzen sehen aus, als wenn sie nur fünf Felder hätten, was natürlich nicht zutrifft. Sogar im Gegenteil, es gibt rechnerisch 100 Felder je Walze! Die Verteilung ist wie folgt:

Wie nicht anders zu erwarten, sind die Jackpot-Zeichen, die Sieben und die Dreifach Bar die wertvollsten Symbole. Bei vorne-Sieben und mitte-Sieben ist die Wahrscheinlichkeit auf einen Hauptgewinn also nur bei 3%

Leider sind die darüber- und darunter liegenden Felder nicht perspektivisch verzerrt, nur leicht farbärmer darstellt, so dass der dreidimensionale Eindruck etwas enttäuscht. Schön ist das leichte Nachlaufen bei Walzenstart und –Stopp. Durch das 12Sek. Spiel und die nur zwei Gewinnreihen ist das Spiel auch bei weitem nicht so hektisch und unübersichtlich wie z.B. beim Egypt Fun Video-Geldspieler.

Die jeweils über einander liegenden Walzen stoppen immer gleichzeitig. Erst die linken (die nur gemeinsam nachgestartet werden können), dann die mittleren und dann die rechten. Bei Nichtgewinn folgt eine recht lange Pause mit Lichtspiel. Meines Erachtens hätte man dies noch etwas gefälliger gestalten können, indem die übereinander liegenden mittleren und rechten Walzen mit einer Sekunde Abstand stoppen. So hätte man sich bei zwei Gewinnchancen doppelte Spannung erzielt.

Drei gleiche Gewinne (20, 30, 50, 80, 160ct) ergeben den entsprechenden Geldgewinn. 1fach, 2fach oder 3fach Bar rechts ersetzen jeden fehlenden Geldgewinn. Es können zwei Geld- oder Seriengewinne einlaufen, die dann einzeln nacheinander zu Ausspielungen und Risikospiel führen.

Ein Jackpotsymbol oder eine Sieben auf der rechten Walze sind ein 20ct Gewinn. Sieben mitte und rechts sind ein 30ct Gewinn.

20 und 30ct Gewinne führen zu einer Ausspielung von 20ct – 20 T (Top) Spielen oder von 30ct – 25 T Spielen.

Wahrscheinlichkeiten  (in anderer Risikoleiter identische Werte):

Hauptgewinne

Die drei Symbole Jackpot, Sieben und 3fach Jackpot sind die Hauptgewinnsymbole. Die Gewinne bei dreien nebeneinander sind im zentralen Tableau dargestellt:

Dreimal Jackpot

Dreimal Jackpot ergeben 100 T Spiele und den Gewinn der im Jackpot (JP) Feld dargestellten SuperRisiko (SR) Spiele. Dieser Zähler kann 1 – 5 anzeigen. In einem SR Spiel wird jeder Gewinn mit 70% Wahrscheinlichkeit riskiert. Ein SR Spiel wird erst abgezogen, wenn ein Gewinn angenommen wird. Dies ist sehr ähnlich mit den TopPot Spielen beim Twinlinder und bedeuten je TR Spiel GARANTIERTE 80 oder 100 T Spiele. Ein Jackpot von 5 bedeutet also 600 T Spiele. Bei 75% Trefferquote in T-Spielen sind dies €800 (abz. Einsatz und Risiko).

Das Jackpot Symbol ist übrigens auf dem echten Gerät keine Krone, sondern ein verschlungen dargestellten JP Symbol.

Dreimal Sieben

Ergibt eine Ausspielung. Zu 50% gibt es 100 T und einen JP Punkt (siehe bei Dreimal Jackpot). Oder den Jackpot (also mindestens 1 SR für 80 T oder 100 T).

Dreimal 3fach Bar

Ergibt eine Ausspielung. Zu 50% 100 T und einen JP Punkt. Oder einen Goldserie-Spin. Dies entspricht einer Serienauslosung (optische Gestaltung siehe folgender Abschnitt und bei Startausspielungen).

Wahrscheinlichkeiten:

Mindestens einmal Bar je Walze

Wenn auf jeder Walze mindestens 1fach Bar erscheint (z.B. 1fach Bar – 2fach Bar – 1fach Bar) gibt es eine Serienauslosung (Optik später) ab 2 M (Master Spiele, entspricht normalen Sonderspielen).

Wenn auf jeder Walze mindestens 2fach Bar erscheint ((z.B. 2fach Bar – 3fach Bar – 3fach Bar) gibt es eine Serienauslosung (Optik später) ab 3 M. Wahrscheinlichkeiten.

Sonderspielarten

M(aster) Spiele zahlen mindestens 50%, T(op) Spiele mindestens 75% Gewinne.

Spielsysteme

Der Duo enthält 3 Spielsysteme, die einzig auf das Super-Mini-Risiko Einfluss haben.

Das Spielsystem im Klartext auf dem Monitor angezeigt.

Wenn auf der rechten Walze oben ein Jackpot Symbol erscheint, wird das linke Super-Mini-Risiko eine Stufe erhöht (Maximum Serienausspielung). Rechts unten entsprechend das rechte Super-Mini-Risiko:

In Spielsystem 1 / 2 / 3 wird ein ausgespielter 20 oder 30 ct Gewinn zu 0% / 15% / 30% eine Stufe erhöht.

Risiko

Im Super-Mini-Risiko wird bis zu der erleuchteten Stufe mit 70% riskiert. Die Stufe erlischt, wenn sie erreicht wurde.

Von 160 bzw. 200 ct wird in die seitlichen Serienausspielungen riskiert. Diese werden im Gegensatz zu allen anderen Serienausspielungen (siehe späterer Abschnitt) in der Risikoleiter dargestellt. Wahrscheinlichkeiten:

Von 10 bzw. 12 M wird ohne Ausspielung auf 10 bzw. 12 T riskiert.

Von 80 T bzw. 100 T wird nach 40 T bzw. 50 T plus 1 Super Risiko riskiert. Bei Verlust gibt es 40 T bzw. 50 T.

Serienausspielungen

Diese sind ein besonderer optischer Leckerbissen. Der gesamte TFT wird für die Auslosung genutzt. Dabei rollen alle erzielbaren Gewinne seitwärts wie auf einer großen Rolle in riesigen Symbolen vorbei. Ähnlich einer Risikowalze an alten Fungames von 1 – 12.

[IMG]https://www.esteka.goldserie.de/Duo/Sonderspielauslosung.jpg[/IMG]

Dabei ertönt ein klassischer Trommelwirbel.

Die Auslosung dauert etwa 10 Sekunden und kann vorzeitig mit der Stopptaste abgebrochen werden (aber wer macht das?). Die „Rolle“ stoppt dann nicht sofort, sonder läuft weich aus.

So dargestellt wird der Goldspin (siehe Abschnitt Hauptgewinne), die Auslosung für 1fach oder 2fach Bar und die Startausspielungen.

Startausspielungen

Von 4 M bis 25 T kann diese immer wieder gestartet werden. Oder der Gewinne kann in der Risikoleiter riskiert werden.  Wahrscheinlichkeiten.

Quadrospiele

Auf dem Monitor ist ein weiterer Zähler „Quadrospiele“, der sich dem unbedarften Spieler nicht erschließt. Manch einer wird glauben, der Vorgänger hätte eine Serie vergessen. Bei meinem Spielnachmittag am Duo stand der Zähler auf 45.

Bei einem 50ct / 80ct /160ct Gewinn werden 5 / 10 / 20 Punkte aufgezählt. Dies ist sehr viel schwieriger als gedacht. Nach ca. €50 Einsatz (und €50 angenommener Gewinne) hatte ich erst 5 Pünktchen erreicht und wollte alsbald das Etablissement verlassen. Dann bekam ich überraschenderweise das „Vollbild“ mit sechsmal 160ct und somit 40 Quadropunkte aufgebucht. Nun wollte ich die 100 erreichen, womit die Quadrospiele lt. Spielanleitung starten. Die restlichen 10 Punkte, obwohl ich nun gezielt auf 50ct spielte, noch mal €30. Zum Schluss kam sogar noch ein 160ct Gewinn, so dass ich 110 Punkte hatte.

Ein Gong ertönte, die gesamte Beleuchtung und der TFT wechselten auf grün, ich konnte die fetten Gewinne schon riechen.

110 Spiele lange gewannen nun vier statt zwei Gewinnlinien und es blinkte alles wie in einer Serie. Mehrere Kibitze musste ich hinter mir dulden.

Es erschienen nun doppelt soviel Kleingewinne. Eine einfache Sieben auf der rechten Walze gab nicht eine, sondern zwei 20ct Auslosungen. Sechsmal 20ct ergaben sogar vier kleine Auslosungen.

Ich bekam aber keine einzige Serienausspielung oder gar die doppelte Chance auf den Hauptgewinn. Bei sechsmal Jackpot hätte es den Monstergewinn von 400 T plus mindestens 4 SR mit weiteren 320 – 400 T gegeben.

Am Ende der Quadroserie hatte ich weitere €22 Euro verloren …

Der Zähler fing bei 0 neu an zu zählen. Aber nicht mit mir…

Fazit

Ein fantastisches Gerät mit überaus gelungener Optik und Sound. Das Spielsystem ist Playmont-typisch völlig quer zu allem Bekannten. Die Freunde exotischer Automaten werden ihre helle Freude haben.

Leider wird das Gerät nicht allzu häufig zu sehen sein, denn die neuen schnellen Automaten nach neuer Spielverordnung werden den Aufsteller schnellere Gewinne versprechen. Schade. Ein wenig mehr Speed (vielleicht 10 statt 12 Sek.) könnte dem Duo nicht schaden.

Die massiven Hauptgewinne werden leider zu langen Fressphasen führen, wie schon beim Twinliner bekannt. Ich hatte trotzdem drei Stunden meinen Spass für €70, wobei ich etwa achtmal von 4 M beginnend mich in den Startausspielungen bis 10 und 12 T hoch gekämpft habe und die dann angenommen hatte, als nichts höheres mehr ausgelost wurde. Der Reiz der grafischen Auslosung ab 4 M ist einfach zu stark, um tumb die Risikotaste bis Anschlag festzuhalten.

Wer das Gerät gerne selbst bespielen möchte: Es steht seit gestern in einer Halle am Busbahnhof in Herford. Leider hat es dort den Barcrest Legend verdrängt, wegen dem ich die Halle besucht hatte.


Eintrag erstellt: 31 October 2017 22:36:13 |
Letzte Änderung: 13 February 2018 00:19:37 |
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