Mittwoch, November 20, 2019
   
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Magie Next Level (adp, 2010)

 

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PTB 2329

30 Spiele.

Big Red (Aristocrat)

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3 Linien, 15ct Festeinsatz. Eine mutige Kombination, denn um eine zufriedenstellende Gewinnhäufigkeit zu erreichen, gibt es schon für ein einzelne Symbol kleine Gewinne. 

Die Grafik gefällt mir gar nicht. Der rote Hintergrund ist aufdringlich, der Kontrast von Fuchs, Alligator und Adler sehr gering. Die Kleingewinnsymbole 9, J, Q usw. stechen mehr ins Auge als die Hauptgewinne.

Joker ist das dumm aus der Wäsche schauende Kängeruh.

Jeder beliebige Gewinn mit Kängeruh startet das Feature. Was sich leicht anhört, dauert in der Praxis über Gebühr lang, weil das Kängeruh nur selten einläuft. Bis es mal schafft, rätselt man die ganze Zeit über den Text im Gewinnplan, der diesen Umstand nicht vernünftig erklärt. Genauso wenig, was man dann von dem Feature eigentlich hat. Das kostet also einiges Lehrgeld, bis man es erleben darf:

Man gewinnt 5 Freispiele, die sich optisch nur durch den blauen Hintergrund und akustisch nicht vom Normalspiel unterscheiden. Zusätzlichen Wert hat nur das Baumsymbol. Im Normalspiel ist es Scatter. Im Featurespiel wird für jeden Baum ein kleines Gewitter ausgelöst und es wird der 10fache Einsatz als Gewinn gezahlt. Dies wird durch eine kleine Einblendung rechts oben erklärt. Dieser Gewinn steigt nicht an. Eine Verlängerung ist möglich, aber mangels Kängeruh wenig wahrscheinlich.

Im folgenden Bild seht man den Start einer Feaureserie.

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Bernie hat ein kurzes Video der Featureserie auf YouTube gefunden, es handelt sich um das Casinospiel.

https://www.youtube.com/watch?v=oGr1nswWItI&feature=youtu.be

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 Rapid Riches (Aristocrat)

Eine schrecklich bunte und unübersichtliche Comicgrafik in Verbindung mit einem nicht uninteressanten Spielsystem.

Joker ist der gelbe Fisch, der jeden der mäßigen Gewinne verdoppelt.

Bemerkenswert ist die "8" als zusätzliches wertloses Gewinnsymbol. Die Inflation der Symbole geht munter weiter, um die Hauptgewinne immer seltener geben zu können.

Featuresymbol ist der Typ mit Schwimmweste auf dem Gummiring. Das Einlaufen wird mit einem deutlichen Ton angekündigt, was auch biter nötig ist, weil das Symbol in dem Farbdurcheinander untergeht.

Man gewinnt lediglich sechs Freispiele mit dem gleichen Gewinnplan.

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Jedes Einlaufen des Scattersymbols füllt einen bis vier zählenden Zähler, indem das Symbol aus seiner Walzenposition dorthin gfliegt.

Im folgenden Bild werden 2 Symbole erleuchtet.05

Ist der Bonus voll, folgt ein völlig unpassendes doppeltes, langes Klingeln wie bei einem Hauptgewinn. Man kann sicher sein, dass alle anderen Gäste der Konzession angelaufen kommen.

Ohne einen Geldgewinn werden weitere 6 Freispiele gegeben.

Das Feature ist ganz nett. Gleich die ersten drei mal bekam ich keine Verlängerung, weil nur 2-3 Symbole einliefen.

Beim vierten Mal erschienen die 4 Symbole schon nach 2 Spielen. Für die folgende Vierergruppe hatte ich so 10 Spiele Zeit, was natürlich wieder eine Verlängerung gab.

So sammelten sich immerhin 42 Spiele an.

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Ein wenig erinnert das an das Spiel Rocking Rom auf dem Crown Lounge. Wenn man schnell die ersten Verlängerungen bekommt, baut sich eine längere Serie auf.

Nun die Spiele, die schon auf den genannten Prototypen vorhanden waren:


Egyptian Dreams (Atronic)

Diesem Spiel sieht man seine Casinoherkunft deutlich an. Sehr professionelle, klare und fein gezeichnete Grafik, angenehme Farben und gut zu unterscheidende Symbole.Dazu ein dezenter passender Sound.

Hersteller ist Atronic, die ehemalige Beteiligung von adp-Gauselmann.

Besonders angefreundet habe ich mich noch nicht mit den vier Linien. Die vielen Gewinnlinien machen es oft zu einem Ratespiel, ob man nun gewinnt oder nicht. Trotz der vielen Linien ist die Gewinnhäufigkeit nicht höher, und meist sind es nur Kleinstgewinnen

Zentrales Spielelement sind nicht die goldenen Münzen für Featurespiele, sondern das Frauensymbol, der Joker. An jeder Position, wo sie nicht zu einem Gewinn führt, verbleibt ein WILD-Symbol. Gelegentlich sammeln sich vier oder fünf WILD Symbole auf dem Schirm, was zu einem psychologisch geschickten Weiterspielen-Syndrom führt. Meist stehen diese Symbole natürlich am rechten Rand des Schirms, was zu der irrigen Annahme verleitet, ein grosser Gewinn ist in Aussicht. Für eine Fünferreihe 10er kriegt man dann einen ganzen Euro.

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Wirklich bemerkenswerte Gewinne sind eigentlich nur mit dem Panthersymbol möglich, das als einzigstes in Vierergruppen auf den Walzen vorhanden ist. Bei jedem Gewinn, selbst mit nur zwei Panthern für 10ct, ertönt ein durchdringendes Fauchen ähnlich wie beim Spiel 50Liions auf dem Bally Wulff Explosion.

Wegen der bescheidenen Gewinne schlägt der 20ct Mindesteinsatz kräftig ins Kontor. Auf Dauerlauf frisst einem das Spiel die Haare vom Kopf.

Für drei goldene Münzen gibt es zehn Freispiele mit 2x Multiplikator, auf der fünften Walze stehen dauerhaft vier WILDs. Eindeutig wird der Löwenanteil der Ausschüttung nicht in den Featurespielen gegeben, sie sind eher eine kleine Zugabe wie beim Spiel Rawhide des Evolution.

Das Spiel erschien übrigens mit anderem Grafikset als Mystic Manta auf dem Bally Wulff Action Star (vielen Dank an Bernie für den Tip).


Hot Chili Pepper (Ghost Game Design)

Ein sehr simples Spiel in der Tradition von Jokers Cap mit recht einfacher Grafik. Wegen der Begrenzung auf 5 Linien werden im Gewinnplan ganz passable Gewinne ausgewiesen.

Joker ist die brennende Chili-Schote.

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Es gibt nur ein Feature: Die tanzende Chili-Schote. Sie kann nur auf der mittleren Walze einlaufen und startet den "Hot-Chili-Run".

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Die eingelaufenen Walzen bleiben stehen und in einer Überlagerungseffekt laufen alle Walzen erneut. Dabei sind aber nur vereinzelte Chili-Schoten auf diesen Walzen, teilweise auch zwei oder drei hintereinander.

Sind alle Walzen gestoppt, hat man zusätzliche Joker im Bild, die direkt ausgewertet werden. Mit ganz viel Glück hat man ein Vollbild:

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Mir war die Grafik und Gameplay zu simpel und erinnerte an das Spiel Chili con Cash auf dem Crown Admiral Slant:

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Dort wurden in einer Featureserie auch Chili-Schoten als Joker auf die Walzen geworfen. Allerdings in manchmal 20 Spielen hintereinander und nicht nur einmal.

Wenn die Chili-Schote beim Magie Next Level Spiel wenigstens häufig einlaufen würden, doch nach meiner Erfahrung sieht man sie höchstens alle 50 Spiele.


Totem Chief (Reel Time Gaming)

Noch ein eher simples Spiel ohne Featurespiele. Damit schon nichts für mich.

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Der Totempfahl ist der Joker und kann alle Positionen der Walze einnehmen. Gelegentlich kommen auch auf zwei Walzen die Totempfähle zusammen, was in Verbindung mit 10 Gewinnlinien einige Gewinne auslösen kann. Rechts oben im unteren Bildschirm sieht man ein Touchfeld, mit dem auf 5 Linien umgeschaltet werden kann.

Auch die anderen Symbole sind in Dreiergruppen vorhanden. Ich finde die Grafik passend zum Thema. Die Beschränkung auf 10 verschiedene Symbole, andere aktuelle Spiele verwenden 13, führt zu einer recht hohen Gewinnhäufigkeit und Übersichtlichkeit.

Trotzdem fehlt mir bei dem Spiel der Anreiz, weiterzuspielen. Vielleicht in Verbindung mit höheren Einsätzen, aber dann würde ich Treasure Hunt vorziehen, bei dem das einlaufende Schiff gleich mehrere Joker nebeneinander auslöst und die Gewinnauswertung für Überraschungen gut ist. Bei Totem Chief ist das Ergebnis immer vorhersehbar und langweilig. Im 5 Linienspiel noch mehr als bei 10 Linien.


White Buffalo

Recht dunkle Grafik in Kombination mit einem für deutsche Spiele ungewöhnlichen Featurespiel geben eine reizvolle Mischung.

Vielen Dank an Günter für das folgende Bild:

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Der Gewinnplan weist keine Besonderheiten auf. Scattersymbole, die nicht zu Featuren führen, mag ich generell nicht, weil es meine Gewinnablesung stört.

Die Frau als Joker ist nett gezeichnet und fällt im Walzenlauf gut ins Auge.

Das Feature wird durch mindestens 3 Büffel gestartet, wobei die Zahl der gewonnen Featurespiele stark varriert. Während 5 Featurespiele keinen besonderen Gewinn erwarten lassen, gibt es für 4 Büffel bereits 25 Spiele. An 5 Büffeln sind nicht die 50 Featurespiele das Besondere, sondern der Hauptgewinn in Höhe von €50 bei 10ct Einsatz.

Der Buffalo ist durch seine blasse Färbung im Spielverluaf nicht gut erkennbar.

InFeaturespielen gibt es zwar einen Walzenlauf, aber alle Symbole außer dem Büffelsind nur noch blass zu erkennen. Gewine gibt es alleine für die Büffel nach folgendem Gewinnplan:

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Die Anzeige der Gewinnlinien links und rechts hätte man auch ausblenden sollen, da es im Feature keine Gewinnlinien gibt. Es werden einfach die Anzahl vorhandener Büffel gezählt. Der obige Gewinnplan ist etwas missverständlich, die Büffel müssen nicht von "links" einlaufen.

Nach Auswertung rutschen alle Walzen eine Position nach unten. Dann noch sichtbare Büffel bleiben stehen. Alle anderen Walzen laufen erneut. Hätte man also eine Reihe Büffel ganz oben, würde der Gewinn ohne Walzenlauf dreimal hintereinander gezahlt.

Klar, dass 25 Spiele wesentlich wertvoller als 5 Spiele sind, weil quasi in jedem Spiel mindestens ein Büffel sichtbar ist. Meistens hat man zwei oder drei Büffel, aber auch die Hauptgewinne sind realistisch.

Im letzten Spiel gibt es eine "Endchance". Solange mindestens ein Büffel nach dem Walzenlauf sichtbar ist, gibt es (mindestens) ein weiteres Spiel. So kommt einige Spannung auf, gerade wenn man nur noch einen Büffel auf der unteren Linie hat. Wen dann ein Büffel am oberen Rand einläuft, ist die Freude über mindestens drei weitere Spiele gross. Man hätte dieses Spielelement der Spannung zu Liebe vielleicht in den Vordergrund stellen können, und immer nur ein Featurespiel abziehen, wenn kein Büffel mehr sichtbar ist. Natürlich mit verminderten Startwerten.

Die Endchance kann mehr Spiele ergeben wie die ursprüngliche Serie, insbesondere bei 5 Featurespielen ist es sogar die Regel. Ich hätte am Ende gerne eine Anzeige der gespielten Spiele gesehen, es wird während der Serie nur die Zahl der verbliebenen Spiele angezeigt. Im Bild ist eine anfangs 25 Spiele lange Serie zu sehen.

Eine frische Spielidee, die Erfolg haben wird. Gerade bei den Kunden, die Spiele wie Spaceman bevorzugen, in deren Featureserien haufenweise kleine Gewinne gezahlt werden, die erst in Summe zu bemerkenswerten Gewinnen werden können.


World of Circus

Das letzte von mir vorgestellte Spiel ist mein Favorit. In der Welt des Zirkus ist dieses Spiel angesiedelt, das wieder mal eine neue Feature-Idee bietet.

Der Gewinnplan zeigt zunächst recht magere Hauptgewinne. Da nur zehn verschiedene Symbole vorhanden sind, werden auch in Normalspielen öfter kleine und mittlere Gewinne gezahlt.

Die Zeichnung der Symbole und die Farbgestlatung haben mir sehr gut gefallen.

Im Gewinnfall werden sehr stimmige und bei Fünflingen sehr lange Melodien gespielt, die wiederum perfekt zum Thema Zirkus passen.

Drei Zirkuszelte lösen das Feature aus. Es handelt sich lediglich um 5 Freispiele, die sich zwar theoretisch, aber in der Praxis so gut wie nie verlängern.

In jedem Freispiel werden zwei Walzen komplett mit Sonnen besetzt. Im ersten Spiel gleich die erste und zweite Spalte, was zwangsläufig zu vielen Gewinnen führt.

Bemerkenswert ist zudem, dass auf den übrigen drei Walzen die Sonnen im Gegensatz zum Normalspiel auch in einer Dreiergruppe vorkommen.

In den folgenden Spielen werden (zufällig?) immer zwei Walzen komplett zu Sonnen.

Die Gewinnausbeute war in jeder Freispielserie, die ich hatte, sehr zufriedenstellend.

Ein Foto aus einer Freispielserie:

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Euer Esteka

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