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Regent 100: Projekt Restaurierung bzw. Wiederbelebung

Re: Regent 100: Projekt Restaurierung bzw. Wiederbelebung

Beitragvon GS33 » 06.12.2019, 12:06

In unserem Goldserie-Wiki gibt es auch eine Anleitung zum Austausch eines Getriebezahnrades.
Austausch Getriebezahnrad Regent 100
Da ist einiges über den Ausbau der Nockenwalze beschrieben. Wenn man die ausbaut, kommt man besser an die Kontakte heran.
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Re: Regent 100: Projekt Restaurierung bzw. Wiederbelebung

Beitragvon Kater-Karlo » 08.12.2019, 02:31

Hallo an alle,

kurzes Statement zu meinen aktuellen Aktivitäten:

Jetzt habe ich die Röhren und die Münzschieber auf EUR umgestellt. Vor allen bei der 10ct Münze eine ordentliche Tüftelei, weil immer der Münzschieber entweder verklemmte oder gleich 3 Münzen auf einmal ausspuckte. Die 10ct sind doch recht filigran.
Nach "ewigem" Getüftel ging es, jetzt nimmt der Regent 2 EUR, 1 EUR und 10ct.

Insgesamt ein ganz schönes Geschraube, überall Schrauben verschiedener Art und Längen, da muss man ordentlich aufpassen, dass man das wieder zusammenbekommt. Die Konstruktion und die Montageprozesse waren bei Wulff 1974 wohl noch nicht optimiert... ständig muss man das Werkzeug wechseln und bricht sich einen ab, die Schrauben in die Bohrlöcher reinzupfrimeln und anzuziehen.

Noch 2 Fragen an die erfahreren Schrauber:
Aus dem Chassis ist ein ca. 20mm langes, ca. 8mm rundes Aluteil "rausgefallen". Es hat eine Bohrung, jedoch kein Gewinde. Ich konnte es nirgendwo zuordnen. Wer kann sagen, wo das hingehört?

Wenn er jetzt bald auf EUR läuft, sollten auch die schwarzen Geldeinwurf-Schilder EUROs ausweisen. Gibt es vielleicht eine Bezugsquelle?

Viele Grüße,
Kater-Karlo
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Re: Regent 100: Projekt Restaurierung bzw. Wiederbelebung

Beitragvon whoperp » 08.12.2019, 04:30

"Es hat eine Bohrung, jedoch kein Gewinde. Ich konnte es nirgendwo zuordnen. Wer kann sagen, wo das hingehört?"
Ich vermute, Du meinst den Abstandshalter, der über der 2DM-Röhre sitzt.
Schau mal bei Deinem Schlachtgerät nach, vielleicht erkennst Du ihn dort wieder.
Das Problem mit den 10 Cent-Münzen verschwindet in der Regel, wenn die Röhre gut gefüllt ist.
Gruß
Werner
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Re: Regent 100: Projekt Restaurierung bzw. Wiederbelebung

Beitragvon Kater-Karlo » 08.12.2019, 10:33

whoperp hat geschrieben:"Es hat eine Bohrung, jedoch kein Gewinde. Ich konnte es nirgendwo zuordnen. Wer kann sagen, wo das hingehört?"
Ich vermute, Du meinst den Abstandshalter, der über der 2DM-Röhre sitzt.
Schau mal bei Deinem Schlachtgerät nach, vielleicht erkennst Du ihn dort wieder.
Das Problem mit den 10 Cent-Münzen verschwindet in der Regel, wenn die Röhre gut gefüllt ist.
Gruß
Werner


Leider nein, die sind dünner und haben eine Durchgangsbohrung.

Das Aluteil ist genau 23,5mm lang, 10 mm im Durchmesser und hat eine Sacklochbohrung von 3mm. Ich vermute, es gehört irgendwo an das Abräumergestänge, kann es aber nicht finden.

Dummerweise ist mir das gleiche Teil auch von der Schlachtmaschine entgegen gekommen, da kann ich jetzt leider nicht mehr nachschauen.

Gruß, Kater-Karlo
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Re: Regent 100: Projekt Restaurierung bzw. Wiederbelebung

Beitragvon whoperp » 08.12.2019, 12:49

Wulff.docx
Unmittelbar rechts vom Mikroschalter! Der Abstandshalter sitzt z. T. auf der Blechwand auf.
Gruß
Werner
Ich hoffe, das Hochladen des Fotos hhat geklappt
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Re: Regent 100: Projekt Restaurierung bzw. Wiederbelebung

Beitragvon Kater-Karlo » 08.12.2019, 22:49

Volltreffer! Vielen Dank für den Tipp!

Als nächstes kommen die Kegelzahnräder dran. Die linke Walze hüpft, ist gleich beim ersten Test aufgefallen. Entsprechend weist das Zahnrad auch einen Riß auf. Die Mitte und Rechts machen dagegen einen besseren Eindruck.

Die Zahnräder der Schlachtmaschine sehen leider noch schlechter aus - bis auf das Zahnrad der rechten Walze, das scheint durch die separat angebrachte Verzahnung stärker / haltbarer zu sein.

Läßt sich das Kegelzahnrad von der rechten Walze auch für die linke Walze verwenden? Mir ist jetzt nichts aufgefallen, weswegen es nicht gehen sollte.

Gruß, Kater-Karlo
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Re: Regent 100: Projekt Restaurierung bzw. Wiederbelebung

Beitragvon GS33 » 08.12.2019, 22:54

Ja, das kannst Du auch nehmen.
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Re: Regent 100: Projekt Restaurierung bzw. Wiederbelebung

Beitragvon kobayashi » 10.12.2019, 18:47

Kater-Karlo hat geschrieben:Wenn er jetzt bald auf EUR läuft, sollten auch die schwarzen Geldeinwurf-Schilder EUROs ausweisen. Gibt es vielleicht eine Bezugsquelle?



Original gibt es diese Einwurfschilder natürlich nicht auf Euro. Zu zeiten dieser Gerätegeneration war noch nicht an den Euro zu denken.

Man kann das natürlich umbasteln, wenn es gut aussehen soll aber viel Arbeit.

Ich hab mal so eine Blende für ein Projekt auf Komplett schwarz umgebaut und Tasten eingebaut.

Du kannst das natürlich nur bei den alten Münzbildern auf Schwarz bringen und dann Euromotive als Folie oder Transferdruck aufbringen.

lordknopf.jpg


lordx1.JPG






In den Zeiten der Euroumstellung wurde bei den meisten Geräten einfach ein Aufkleber mit Euromotiv von außen über die DM'chen geklebt.
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Re: Regent 100: Projekt Restaurierung bzw. Wiederbelebung

Beitragvon Sternvogel » 10.12.2019, 19:50

Mit den alten Zahnrädern wirst du nicht lange Freude haben. Selbst wenn die bislang noch keine Probleme machen, wird es wahrscheinlich nicht lange dauern, bis die auch Geräusche machen und die Walzen anfangen zu hüpfen. Die Zahnräder sind nach den vielen Jahren leider so gut wie immer unbrauchbar geworden, weil sich Risse gebildet haben. Und weil es leider keine Austauschteile gibt, müssen die alten Zahnräder wohl oder übel revidiert werden. Man kann sie mit einem guten Kleber wieder hinbekommen. Alternativ kann man auch mit Schrauben und passenden Scheiben für neuen Halt sorgen, wie es der User Wildmops gemacht hat. Schau mal in die Wulffsektion rein. Dort findest du einen Thread, in dem er die Aufarbeitung der alten Zahnräder mit Bildern dokumentiert hat.
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Re: Regent 100: Projekt Restaurierung bzw. Wiederbelebung

Beitragvon Ghost01 » 11.12.2019, 13:39

Kater-Karlo hat geschrieben:
Wenn er jetzt bald auf EUR läuft, sollten auch die schwarzen Geldeinwurf-Schilder EUROs ausweisen. Gibt es vielleicht eine Bezugsquelle?



Hier hat jemand eine tolle Lösung.
http://www.gunnar-gröbel.de/html/spielautomat/tuning/tuning.html

oder hier aus dem Nachbarforum:
https://www.geldspielfreunde.de/thread. ... adid=34775
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Re: Regent 100: Projekt Restaurierung bzw. Wiederbelebung

Beitragvon hab_noch_dm » 11.12.2019, 14:19

Die Gunnar - Gröbel - Seite kannte ich noch nicht! Klasse Link - Danke!
Internette Bastlergrüsse von Uli
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IchweissschonwarumichkeineSonnenfinsterniskistenmag...
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Re: Regent 100: Projekt Restaurierung bzw. Wiederbelebung

Beitragvon Kater-Karlo » 11.12.2019, 23:27

Sternvogel hat geschrieben:Mit den alten Zahnrädern wirst du nicht lange Freude haben. Selbst wenn die bislang noch keine Probleme machen, wird es wahrscheinlich nicht lange dauern, bis die auch Geräusche machen und die Walzen anfangen zu hüpfen. Die Zahnräder sind nach den vielen Jahren leider so gut wie immer unbrauchbar geworden, weil sich Risse gebildet haben. Und weil es leider keine Austauschteile gibt, müssen die alten Zahnräder wohl oder übel revidiert werden. Man kann sie mit einem guten Kleber wieder hinbekommen. Alternativ kann man auch mit Schrauben und passenden Scheiben für neuen Halt sorgen, wie es der User Wildmops gemacht hat. Schau mal in die Wulffsektion rein. Dort findest du einen Thread, in dem er die Aufarbeitung der alten Zahnräder mit Bildern dokumentiert hat.


Da hast Du sicher recht. Das Zahnrad der linken Walze hat einen deutlichen Riss und dadurch einen heftigen Wälzsprung - das muss dringend ausgetauscht werden. Ich dachte dabei an das Zahnrad der rechten Walze meiner Schlachtmaschine, welches optisch noch einen guten Eindruck macht. Das ist durch die Extra-Verzahnung auch stärker.

Die beiden anderen Kegelzahnräder, mitte und rechts, machen im Moment noch einen passablen Eindruck.

3 Zahnräder bleiben jedenfalls übrig, mal schauen, was sich daraus noch retten läßt.

Gruß, Kater-Karlo
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Re: Regent 100: Projekt Restaurierung bzw. Wiederbelebung

Beitragvon Sternvogel » 12.12.2019, 12:21

Vielleicht hast du Glück, dass einige noch eine Weile halten. Bei den älteren Rotomaten aus der 20 Pf Zeit soll die Kunststoffqualität immerhin noch besser gewesen sein als bei den neueren Geräten aus den späten 70ern. Bei den neueren Rotomaten findet man leider kaum noch Geräte, bei denen die Zahnräder noch brauchbar wären. Bei den älteren wohl schon.

Das Problem mit den Rissen stammt meines Erachtens nach eh hauptsächlich von den beiden Befestigungsschrauben, mit denen die Räder auf der Welle fixiert werden. Von dort aus breiten sich die Risse mit der Zeit auch über das gesamte Rad aus. Das hätte vermieden werden können, wenn man diesen Bereich etwas verstärkt hätte. Aber bei einer so kurzen Laufzeit von nur drei Jahren im kommerziellen Einsatz hatte man sich das wohl gespart. Deswegen war es schlichtweg gar nicht nötig.

Ich habe einige gerissene Exemplare hier liegen. Ich werde demnächst mal versuchen, diese Zahnräder wieder fit zu machen. Umso ausgeprägter ein Riss bereits ist, umso einfacher wird das sogar. Wenn man die Schrauben und die Führungshülse raus nimmt, dann kann man nach einer gründlichen Reinigung und Entfettung den Riss ein wenig öffnen, indem man die Räder an dieser Stelle etwas auseinanderbiegt. Dann füllt man in den Riss einen geeigneten guten Kleber ein und spannt das Rad in eine Schraubklemme ein zum Trocknen.

Ich denke, dafür würde sich dieser enorm starke Zweikomponentenkleber sehr gut eignen:

https://www.amazon.de/Maximex-J-B-Auto- ... B003KIONS4

Den überflüssigen Klebstoff kann man nach dem Trocknen leicht wegschleifen. Danach wird das Rad auf jeden Fall wieder sehr lange halten.

Zum Glück ist bei den alten Automaten immerhin noch fast alles machbar, wenn man sich etwas einfallen läßt. :)

Viele Grüße
Ralf
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Re: Regent 100: Projekt Restaurierung bzw. Wiederbelebung

Beitragvon Kater-Karlo » 13.12.2019, 22:42

GS33 hat geschrieben:Kater-Karlo, magst Du vielleicht mal das eine oder andere Bild vom Gerät hier hochladen?

Mach' ich gerne.

Heute ging's ans Eingemachte - die Kegelzahnräder.

Über den Ausbau der 10 Pfg / 10 ct-Röhre kann man die Welle mit den Zahnrädern ausbauen. Die Welle wird axial durch die Abstandshülse zum (von hinten gesehen) linken Zahnrad gehalten. Sobald man die Schrauben der Zahnräder gelöst hat, läßt sich die ganze Welle durch etwas hin- und herschieben ausbauen. Natürlich habe ich die Kegelräder der Walzenwelle auch gleich noch ausgebaut und gereinigt. Die "Kupplung" ist denkbar einfach realisiert, mit einem Stück Filz.

Anschließend habe ich den Periodenzähler samt Bodenplatte ausgebaut, denn da kommt man jetzt prima ran. Das Chassis nach vorne gekippt, mit dem Lötkolben die beiden grünen Kabel der Beleuchtung von der Platine abgelötet sowie die 5 Kabel zu den Münzauswerfern, die vom Kabelbaum dortin abgegen. Natürlich Kabel vorher merken oder markieren, damit man sie wieder richtig zusammenbekommt. Jetzt die 4 Schrauben der Bodenplatte gelöst. Die ganze Bodenplatte samt Trafo, Relais und Periodenzählerplatine kann man jetzt rausziehen und stürzen, so dass man zur Reinigung, Prüfung der Dioden, Reinigung aller Kontaktstellen auf der Platine und der Relais prima herankommt.

Die 20 Lämpchen prüft man am besten, indem man an Pin 1 und 2 des Platinensteckers eine externe 12V-Spannungsquelle anschließt. Durch manuelles Durchschalten des Drehschalters sollten dann alle Lämpchen aufleuchten. Sonst ist entweder das Lämpchen kaputt oder es liegt ein Kontaktproblem vor.

Gruß, Kater-Karlo
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Re: Regent 100: Projekt Restaurierung bzw. Wiederbelebung

Beitragvon Kater-Karlo » 13.12.2019, 23:04

PS: Die Zahnräder der oberen Reihe - siehe letztes Bild - ist jetzt eingebaut.

Die untere Reihe ist wegen der vielen Risse so nicht einsetzbar.

Ich würde ja gerne noch Kommentare bei den Bildern versehen - die schlaue Forumssoftware läßt dies leider nicht zu! Warum eigentlich?
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