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Wulff Rotomat Astor 1974

Wulff Rotomat Astor 1974

Beitragvon Polytelis25 » 06.04.2021, 13:55

Hallo zusammen,

ich stehe wieder mal vor einem Problem und benötige das Wissen der Fachleute hier.
Mein Astor nimmt alle Münzen brav an und läuft sauber, bei Gewinnen werden diese richtig aufgebucht und auch bei jedem Spiel die 20 Pfennig abgebucht.
Der Gong selbst funktioniert wenn er 220V bekommt, auch wenn ich bei dem roten Zählwerk "Super-Bonus" manuell ein paar Bonusspiele aufbuche ertönt der Gong z.B. bei einem karierten Feld.
Nur bei den "normalen Gewinnen" versagt der Gong seine Arbeit und ertönt nicht!
Laut Nockenprogramm liegt unter den Gewinnnocken 13 bis 20 (Gewinnaufzählung) der Kontakt für den Gong an der unteren Kontaktfeder.
Sowie alle anderen Kontakte, habe ich auch diese gereinigt und der Gong ertönt trotzdem bei keinem der möglichen Gewinne...

Kennt jemand dieses Problem?


Danke im Voraus

Bernd
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Re: Wulff Rotomat Astor 1974

Beitragvon seku-games » 06.04.2021, 14:06

In der Kategorie NSM wirst du wenig Glück haben.

Du hast einen Rotomat, ein „Automat von Günther Wullf“. Es n Administrator verschiebt deinen Beitrag bestimmt in die richtige Kategorie.


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Re: Wulff Rotomat Astor 1974

Beitragvon Ritter007 » 06.04.2021, 18:52

Hallo Bernd,
das kann ein zu spätes absenken der Gewinn-Abtastung sein,der Gong Impuls ist dann schon vorbei ,dreh mal die Kurvenscheibe weiter nach links In Laufrichtung etwa 5-10°.
Grüsse cris
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Re: Wulff Rotomat Astor 1974

Beitragvon Dr. Hannibal Lecter » 06.04.2021, 19:39

Ich vermute auch, daß die Kurvenscheibe nachgestellt werden muß. Wie diese einzustellen ist, ist auf der letzten Seite der Technischen Unterlagen beschrieben.
Glücksspiel und Liebe haben gemeinsam, daß immer mehr reingesteckt als rausgeholt wird.
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Re: Wulff Rotomat Astor 1974

Beitragvon Polytelis25 » 12.04.2021, 10:53

Sorry, da habe ich mich doch glatt in der katagorie vertan, natürlich müsste der Beitrag bei "Wulff" rein... Vielen Dank für eure Antworten, das mit Einstellung der Kurvenscheibe werde ich gerne umsetzen!

LG Bernd
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Re: Wulff Rotomat Astor 1974

Beitragvon Polytelis25 » 12.04.2021, 11:00

P.S. mit "Kurvenscheibe" ist doch sicher die "Impuls-Nocke" gemeint, oder?
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Re: Wulff Rotomat Astor 1974

Beitragvon Dr. Hannibal Lecter » 12.04.2021, 14:40

Wenn Du Dir die letzte Seite der Technischen Unterlagen anschaust, dann ist die dort abgedruckte Zeichnung selbsterklärend.

Gemeint ist aber Folgendes:

Oberhalb des Nockenantriebs ist mit zwei Schrauben eine Kurvenscheibe befestigt. Dieses Teil hat unterschiedliche Erhöhungen. Damit wird zum einen das Münzabräumergestänge bewegt und zum anderen die Schwenkleiste, die die Gewinnabtastung vornimmt nach unten gedrückt bzw. gezogen.
Möglich ist, daß sich diese Kurvenscheibe, warum auch immer, etwas verstellt hat und nicht mehr zum vorgegebenen Zeitpunkt die nötigen "Arbeiten" verrichtet, wodurch dann auch die Gewinnabtastung zu früh oder zu spät erfolgen könnte. Wie die Einstellung zu erfolgen hat ist dort ebenfalls beschrieben.

Wie immer, lohnt auch für die verschiedenen regelmäßig erfoderlichen Ölungsintervalle, ein Blick in diese Unterlagen.
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Re: Wulff Rotomat Astor 1974

Beitragvon Polytelis25 » 12.04.2021, 22:29

Alles gut, das hab ich schon begriffen, jedoch ich die von euch als Kurvenscheibe in den TU als Impulsnocke bezeichnet und das wollt iben noch absichern :-)
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Re: Wulff Rotomat Astor 1974

Beitragvon Polytelis25 » 12.04.2021, 22:30

... ich eben noch absichern :-)
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Re: Wulff Rotomat Astor 1974

Beitragvon Polytelis25 » 15.04.2021, 17:05

Sodele, jetzt hab ich mich nochmal explizit mit der Sache auseinandergesetzt und habe folgende Erkenntnis: Die Antwort von Hannibal (12.04. 13:40)habe ich zuerst nicht richtig verstanden, ich war an dem Walzenantriebsgestänge und somit bei der "Impulsnocke"! Inzwischen habe ich ich auch im wiki die gute Anleitung gefunden und der von euch vermutete Fehler an der Kurvenscheibe liegt definitiv nicht vor, die Position stimmt! @Hannibal: die mail von heute Mittag hat sich erledigt, meine TA ist demnach doch komplett, sorry. Jedoch habe ich jetzt die zuerst vermutete Ursache "Impulsnocke" überprüft und deren Position stimmt laut TA überhaupt nicht. Wenn ich exakt beim Öffnen des Kontakts an Nocke 14 den Automat stoppe, komme ich immer zum Entschluss, dass die Impulsnocke ziemlich genau um 90° gegen den Uhrzeigersinn verdreht steht. Kann das evtl. die Ursache für den fehlenden "Gong" bei einem Gewinn sein? Immerhin muss die Gewinnabtastung stimmen, denn es werden die Beträge auch dem Gewinn entsprechend aufgebucht... Und da bin ich auch schon beim nächsten Problemchen: muss zum Verstellen der Impulsnocke auch der daneben liegende Messingring gelöst werden oder sind die beiden Schrauben am Nocken sogar an angefrästen Flächen auf der Walzenantriebsstange fixiert?
Nachdem ich die beiden Schrauben an der Nocke gelöst hatte, konnte ich diese trotzdem nicht verstellen? Und ja, natürlich hatte ich die ursprüngliche Position zuvor mit Lackstift markiert :-)
Vielleicht stelle ich mich auch nur blöd an, aber meine Favoriten sind eben doch die "wesentlich einfacheren" NSM- Oldies :-)

Im Voraus vielen Dank für euere Unterstützung!
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Re: Wulff Rotomat Astor 1974

Beitragvon Dr. Hannibal Lecter » 16.04.2021, 00:48

Hier waren tatsächlich leichte Mißverständnisse nicht auszuschließen.
Die Kurvenscheibe sitzt oben über der 20. Nocke und sorgt dafür, daß die Gewinnabtastung über den Walzen runtergezogen wird und so über die Nippel auf den Tellern erkennt, daß dreimal der gleiche Betrag in den Fenstern angezeigt wird. Gleichzeitig wird so auch die Münzabräumung gesteuert, die, wenn die Münzröhen voll sind, die nächste Münze dann in die Kasse plumpsen lässt. Wenn dieses Teil verstellt ist, können die Gewinne zwar erkannt, mitunter aber die Kontakte zu spät durchgeschaltet werden.

Die Kurvenscheibe sitzt unten neben den Antriebszahnrädern direkt am Hauptmotor.

Mir ist kein Fall bekannt, daß sich an dieser Nocke einmal etwas verstellt haben sollte; was aber nicht unbedingt etwas heissen muß. Ich wäre da allerdings mit irgendwelchen Verstellarbeiten sehr zurückhaltend.

Hast Du Dir denn mal die Nocke 8 angeschaut?
Denn: Bevor die für die Gewinnaufzählung zuständigen Nockenkontakte 11 bis 20 durchschalten, schließen diese die Gongleitung an die Abtastkontakte, so daß bei einem Gewinn vorher der Gong ertönt. Nocke 8/Kontakt 1 (Gong) überbrückt dabei die Impulsnocke. Es handelt sich dabei, von oben betrachtet, um den untersten Umschaltkontakt. Zwischen 255° und267° geht dieser Kontakt nach unten.
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Re: Wulff Rotomat Astor 1974

Beitragvon Polytelis25 » 16.04.2021, 11:36

Vielen Dank für die Antwort, jedoch war vor Tagen der Kontakt an Nocke 8 mein allererstes Ziel bei der Ursachenforschung und da ist definitiv alles ok, Die Kontakte sind sauber und nicht verbogen und verrichten ihre Funktib ordnungsgemäß. Stutzig macht mich tatsächlich die Position der Nockenscheibe, denn die stimmt wie bereits oben beschrieben um 90° nicht!
Hat dieses Bauteil einen Einfluss auf Stromfluss für den Gong (resp. die entsprechenden Kontakte an den Nocken)?
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Re: Wulff Rotomat Astor 1974

Beitragvon Dr. Hannibal Lecter » 16.04.2021, 19:44

Dadurch, daß die Gewinne ja ordnungsgemäß aufgezählt werden, ist m.E. mit der Gwinnabtastung und der Impulsnocke alles in Ordnung.
Da der Gong ja funktioniert, würde ich jetzt doch mal die Impulsnocke so verstellen, wie es Dir vorschwebt. Allerdings z.B. mit Farbe etc. die alte Position markieren.
Mehr fällt mir auch nicht ein.
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Re: Wulff Rotomat Astor 1974

Beitragvon Polytelis25 » 16.04.2021, 21:54

Perfekt, da sind wir jetzt auf demselben Stand :-)
Die Welle und die Position der Nockenscheibe habe ich bereits mit Lackstift markiert um den aktuellen Ist-Zustand wiederherstellen zu können. Allerdings lässt sich die Scheibe durch alleiniges Lösen der beiden Schrauben nicht verstellen, deshalb meine Frage: muss dazu auch der links daneben befindliche Messingring gelöst werden? Wie ist die Nockenscheibe fixiert? Oder müssen gar beide Schrauben komplett aus der Nockenscheibe rausgedreht werden um diese drehen zu können? Wobei mir das dann schon "spanisch" vorkäme, ich stamme aus dem mechanischen Bereich...
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Re: Wulff Rotomat Astor 1974

Beitragvon Dr. Hannibal Lecter » 17.04.2021, 09:57

Du hast auch die Kontakte der Impulsnocke im "Ruhezustand" überprüft?
Der oberte (IK1) muß geöffnet, der unterste obere Kontakt (IK3) geschlossen und der unterste untere (IK2) ebenfalls geöffnet sein.

Ich hatte vor 40 Jahren einmal einen Astor und die Impulsnocke ist in keinem der knapp zwanzig 30-Pfg.- Rotomaten, die ich heute besitze, mehr verbaut. Sogesehen wäre jetzt Dir zum Ausbau bzw. Verstellen einen Tipp zu geben nicht möglich. Da sind meine Erinnerungen verblasst.

Denkbar wäre auch, daß diese Impulsnocke unbeweglich auf der Antriebswelle befestigt ist. Du kannst auch von den seitlichen 20 plus 6 auf dem Zusatzkontaktgeber angebrachten Nockenkontakten keine einzige dieser runden Scheiben bewegen. bzw. verstellen.

Wurde nun schon einmal z.B. im Rahmen eines Tausches der Antriebszahnräder (nur möglich nach Ausbau der Antriebswelle) diese beim Wiedereinbau falsch eingesetzt, wäre die von Dir ausgemachte Abweichung nicht auszuschließen.
Unter dem Strich, wäre mir schlußendlich der Aufwand einen Gong zu hören zu groß und ich würde du Mühle ohne Gong laufen lassen.
Wer weiß, was passiert, wenn Du die Impulsnocke verstellt hast.

Hier mal ein kleiner Eindruck, wie die Antriebswelle ausgebaut werden kann:

https://www.goldserie.de/phpBB3/viewtop ... at#p396435

Gilt analog auch für Deinen Astor.

Dann passiert, was leider bei allen in Frage kommenden Wulff-Rotomaten in meinen Augen auch technisch suboptimal gelöst ist: Du kannst nach dem erfolgten Chassisausbau erst ein Ergebnis feststellen, wenn das Chassis wieder komplett eingebaut und verkabelt ist. Was dann mitunter zum erneuten Ausbau etc. führt.

Nochmal: In meinen Augen stehen ein (fragliches) Ergebnis mit dem günstigstenfalls zu erwartenden Ding-Dong in keinem Verhältnis.
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